DVD-/CD-Tipp

Stefan Gwildis - "Let´s Did It"

published: 21.09.2007

Stefan Gwildis bringt mit "Let´s Did It" ein kompaktes Live-Boxset heraus  (Foto: Sony BMG) Stefan Gwildis bringt mit "Let´s Did It" ein kompaktes Live-Boxset heraus (Foto: Sony BMG)

Halleluja! Wer Stefan Gwildis noch nie live gehört hat, kann höchstens aus seiner merkwürdig verzerrten Mimik auf Bildern erahnen, mit wie viel Seele der Hamburger seine Songs zelebriert. Wer rein optisch noch nicht ganz überzeugt ist, sollte sich dringend "Let´s Did It" zu Gemüte führen - ein Boxset, zum Bersten gefüllt mit Gwildis live on stage.

Zwei CDs und eine DVD liefern einen Querschnitt durch Raritäten und Anekdoten der letzten fünf Jahre. CD Nummer eins startet mit Songs, die während der "Heute ist der Tag"-Tour 2007 in Bremen und Emden aufgenommen wurden. A capella und als Beatboxer erstaunlich begnadet, legt Gwildis mit "Allem Anschein nach bist Du´s" los, und beendet die Nummer als perfekter Kontrabass-Imitator.

Auf der Bühne fühlt Stefan Gwildis sich pudelwohl (Foto: Public Address)Auf der Bühne fühlt Stefan Gwildis sich pudelwohl (Foto: Public Address)

Glücklicherweise sind die Ortswechsel zwischen den einzelnen Stücken so gut wie nicht hörbar, sodass man schnell in die groovige Live-Atmosphäre hineingezogen wird. Gwildis fühlt sich wohl inmitten seiner Fans, packt so richtig aus, plaudert aus früheren Tagen und amüsiert seine Zuschauer als souveräner Entertainer. Man lacht über den Togo-Laden, der Kaffee zum Weglaufen serviert, und bewundert Bassist Achim Rafain, der bei "Anker werfen - Segel setzen" sein Instrument wahrlich zum Klingen bringt.

Der Blick auf die Längenangabe des neunten Tracks lässt zumindest Medley-Skeptiker zunächst erschaudern. "Are you ready for unplugged?" fragt Gwildis noch, bevor er einen zehneinhalb-minütigen Songmix zum Besten gibt. Zugegeben vorzeigbar, was er hier aus vier Gwildis-Klassikern bastelt. Trotzdem: Warum ein Medley, wenn man die Songs auch ganz spielen könnte?

Auf der zweiten CD versammeln sich Live-Raritäten der vergangenen vier Jahre. Zu entdecken gibt es Radioauftritte beim SWR, HR und NDR, Mitschnitte aus dem Hamburger Tivoli, dem Sylter Meerkabarett und dem Vamos in Lüneburg. Zu guter Letzt fehlt auch die Bonus-DVD nicht, auf der TV-Auftritte im Rockpalast im März 2007 und beim 3Sat Festival 2005 in Mainz zu sehen sind. Schön, wie der Endvierziger im George-Clooney-Look da über die Bühne fegt, mal im rot-blauen Nachtclublicht, dann wieder ganz seriös auf großer Studio-Bühne.

Live hat er einiges zu bieten, der Mann im leicht zerknitterten Jacket, ganz klassisch in Schwarz oder understatement-kariert. Schön, dass da jemand seinen Job auf der Bühne noch so ernst nimmt. Dass das ständige "Halleluja, brothers and sisters" auch schon einmal nervt, verzeiht man ihm gern.

[Franzisca Teske]

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www.stefangwildis.de

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