CD-Tipp

Jay-Z - "American Gangster"

published: 18.11.2007

Jay-Z - "American Gangster" (Foto: Universal) Jay-Z - "American Gangster" (Foto: Universal)

Wie oft hat Jay-Z schon verkündet, dass er endgültig aus dem Musikgeschäft aussteigt? Egal, jetzt kommt wieder ein neues Album heraus. "American Gangster" heißt nicht durch Zufall auch ein neuer Film von Ridley Scott. Jay-Z nutzte selbigen als Inspiration.

Der Film spielt in den 70ern, das Album auch. Der Hörer muss sich also vom bekannten Jay-Z-Style der letzten Alben verabschieden. Auf "American Gangster" regieren Retro-Soul und Funk-Samples. Offensichtliche Sofort-Kracher wie das legendäre "Big Pimpin'", "H to the Izzo" oder "99 Problems" fehlen diesmal. Trotzdem sind Qualität und Eingängigkeit vorhanden.

"Success" macht durch geschickt produzierte Beats mit Orgel-Sound und der Zusammenarbeit mit dem einstigem Erzfeind Nas positiv auf sich aufmerksam. Auch das darauffolgende "Fallin'" überzeugt besonders durch den soulreichen Hook. Zwar wäre Jay-Z nicht auf einen erneuten Kassenschlager angewiesen. Die Haupteinnahmen des Bosses von Def Jam stammen längst nicht mehr aus eigenen verkauften Alben. Er kann sich eine gewisse Experimentierfreudigkeit leisten. Diese scheint aber durchaus gut beim Publikum anzukommen.

Teilweise übertreibt es der Freund von Beyoncé aber mit diesem Konzept. In "No Hook" erklärt er hochmütig "I don't need no hook" – er brauche keinen eingängigen Refrain, um ein gutes Lied zu machen. Der hätte ihm hier aber vielleicht ganz gut getan, denn das Lied ist, wie die meisten auf diesem Album, zwar nett anzuhören, aber relativ unspektakulär.

Trotzdem - um ein wirklich schlechtes Album herauszubringen, dafür ist Jay-Z einfach schon zu groß und zu lange im Geschäft. "American Gangster" gehört definitiv in die Sammlung eines Jay-Z-Fans und wird wie seine erfolgreichen Vorgänger einen festen Anhängerkreis finden.

[Gesche Loft]

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Die offizielle Jay-Z-Homepage

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