DVD-Tipp

Eminem - "Live from New York City"

published: 19.11.2007

Eminem - "Live from New York City" (Foto: Eagle Vision)Eminem - "Live from New York City" (Foto: Eagle Vision)

Lange ist es her, dass Eminems Alter Ego Slim Shady in die internationale Popwelt hineinkrachte wie ein Molotow-Cocktail. Fast zehn Jahre sind seit der Veröffentlichung seines Debütalbums "The Slim Shady LP" vergangen. Der White-Trash-Rapper holte im steilen Verlauf seiner Karriere die Detroiter Posse D12 sowie die Goldmine 50 Cent ins Boot. Mit der Zeit versuchte er sich auch als Produzent und Labelchef. Sein letztes Album, "Encore", veröffentlichte Em im Jahre 2004. Nun herrscht Ungewissheit darüber, ob der erste und bisher einzige wirklich erfolgreiche weiße US-Rapper je ein neues Album herausbringen wird.

Die Fans werden jetzt mit einer Live-DVD vertröstet. "Eminem: Live from New York City" entstand 2005 während der "Anger Management III Tour" und dokumentiert einen Gig im New Yorker Madison Square Garden. Das Publikum dort gilt als besonders anspruchsvoll und stellte für Eminem eine besondere Herausforderung dar. Dieser Termin ist auch deswegen wichtig, weil es der letzte gemeinsame Auftritt von Eminem und seinem langjährigen Freund und Kollegen Proof von D12 war. Dieser kam wenig später während einer Schießerei in einem Deroiter Nachtklub ums Leben.

Eminem präsentiert sich von Anfang bis Ende voller Energie und das weiß sein Publikum zu schätzen. Zwar sind hauptsächlich Tracks des vierten Albums "Encore" zu hören, aber bewährte Klassiker wie "Stan" und "The Way I Am" sind auch Teil des Live-Repertoires. Große Showeinlagen mit Tänzern oder Nebelmaschinen gibt es nicht. Dafür hat das Publikum seinen Lieblingsrapper eben ohne Schnickschnack ganz für sich. Allerdings kommt große Freude auf, als Bizarre von 12, Obie Trice und Stat Quo zwischendurch auf der Bühne erscheinen, die von aufwändigen Lichtspielen und Projektionen beleuchtet wird. Special Features der DVD gibt es leider keine.

Marshall Mathers, wie Eminem bürgerlich heiß, war nie nur Musiker, sondern immer ein Rundum-Entertainer. Auch seine Live-DVD ist von einem skurrilen Handlungsstrang durchzogen. In der ersten Szene, "Backstage 1", lädt der nervlich strapazierte Eminem seine Knarre. In der Mitte des Konzertes schreibt er in seinem Umkleideraum offenbar einen Abschiedsbrief. Und in der vorletzten Szene setzt er sich die Waffe an die Schläfe und drückt ab... Ist der inszenierte Selbstmord eine Anspielung auf das Ende von Slim Shadys Karriere?

[Gesche Loft]

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www.eminem.com

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