Global Citizen Festival

Für eine bessere Welt

published: 07.07.2017

US-Star Pharrell Williams sang beim Global Citizen Festival seinen Hit "Happy" (Foto: Robin Lösch/Public Address) US-Star Pharrell Williams sang beim Global Citizen Festival seinen Hit "Happy" (Foto: Robin Lösch/Public Address)

Pharrell Williams, Andreas Bourani, Coldplay, Shakira, Herbert Grönemeyer, Ellie Goulding - sie alle engagierten sich am Vorabend des G20-Gipfels in Hamburg beim Global Citizen Festival. Ihre Hits spielten sie vor einem Publikum, das sich die kostenlosen Karten verdient hatte: Die Zuschauer hatten Petitionen für internationale Solidarität unterschrieben, Forderungen gegen Armut oder für mehr Hilfe für Flüchtlinge unterstützt und per Twitter Druck auf Politiker gemacht. Entsprechend waren die Moderatoren Barbara Schöneberger und Florian David Fitz nicht nur voll des Lobes über die Stars. Stattdessen hieß es von ihrer Seite aus auch an die "Weltbürger" im Saal: "Wir wollen mit Euch feiern und wir wollen Euch feiern“.

Global Citizen Festival (51 Bilder)

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Ein friedlicher, wohlwollender Geist herrschte in der Barclaycard Arena, getreu dem Veranstaltungs-Motto "Für Freiheit, für Gerechtigkeit, für alle“. Währenddessen brannten in Altona und St. Pauli Mülleimer und Autos, Scheiben gingen zu Bruch. Der Protest in der Stadt eskalierte. Die Polizei war am Fischmarkt mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen vermummte und böllernde Anti-G20-Protestler vorgegangen. Die Demo "Welcome To Hell" wurde aufgelöst.
 

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Die 11.000 Musikfans des Global Citizen Festivals erlebten dagegen den Schulterschluss von Aktivisten, Musikern und Politikern. Große Gesten gab es, große Worte, das Beschwören der Gemeinschaft. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz zeigte sich ebenso auf der Bühne wie Kanadas Premier Justin Trudeau, der sich für Frauenrechte starkmachte. Außenminister Sigmar Gabriel wünschte sich das G20-Treffen unter dem Dach der Vereinten Nationen. Noch immer würden wohlhabende Länder die Themen vorgeben, so Gabriel unter Applaus. Selbst Angela Merkel hatte eine Videobotschaft geschickt: "Wir alle sind Bürger einer Welt. Wir tragen gemeinsam Verantwortung für ein menschenwürdiges Leben weltweit“, sagte die Kanzlerin.
 

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Gegen Ende des Konzerts hing eine Rauchwolke über Hamburg: Barrikaden und Zäune, Nobelkarossen und Kleinwagen standen in Flammen. Selbst in Eimsbüttel und entfernten Vororten zogen gewaltbereite G20-Gegner durch Hauptstraßen und Wohnviertel, schmissen Schaufenster ein, demolierten Läden und Bankfilialen. Die Polizei beklagt mindestens 111 verletzte Beamten. Es ist unklar, wie hoch die Zahl der Verletzten unter den G20-Gegnern ist.
 

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Solidarität, weniger Ungleichheit, keine Gewalt? Eine friedliche, faire Welt scheint am Morgen des G20-Gipfels sehr weit weg zu sein. Und doch bleibt sie das Ziel. "Global Citizen" wurde 2008 als Initiative gegründet, die sich gegen Armut und für Bildungschancen in Entwicklungsländern einsetzt. Neben Online-Petitionen und Social-Media-Aktionen soll auch das Festival laut Selbstverständnis der Organisatoren eine Aktionsplattform für junge Menschen darstellen,. Als globale Generation wolle sie die wichtigsten Herausforderungen der Welt bewältigen. Hoffen wir erst mal, dass alle friedlichen Weltbürger aus der Barclaycard Arena heil nach Hause gekommen sind.
 

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Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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