CD-Tipp

The Hoosiers – "The Trick To Life"

published: 28.01.2008

The Hoosiers – "The Trick To Life" (Foto: Sony) The Hoosiers – "The Trick To Life" (Foto: Sony)

"Hoosier" ist eine Slang-Bezeichnung für die Bewohner des US-Bundesstaates Indiana. Eine der vielen Erklärungen für die Herkunft des Begriffes ist, dass er von der ortstypischen Aussprache des Satzes "Who is there?" abgeleitet ist. So ganz sicher scheinen die britisch-schwedischen Newcomer The Hoosiers bei der Beantwortung dieser Frage jedoch nicht zu sein, so spielen sie nach eigener Aussage "Odd-Pop", was so viel bedeutet wie "merkwürdigen Pop".

Beim Hören ihres Debüt-Albums "The Trick To Life" gewinnt man schnell den Eindruck, dass diese eigenwillige Stil-Bezeichnung auf die hohe und manchmal kreischende Stimme des Sängers Irwin Sparkes anspielt. Vielleicht ist sein musikalischer Beitrag deshalb im CD-Inlet auch als "Jodeln" statt als "Gesang" vermerkt... Bei Liedern wie "Worst Case Scenario", "Run Rabbit Run" und "Worried About Ray" schlägt seine Stimme in regelmäßigen Abständen plötzlich in höhere Tonlagen um.

Bevor sie ihre Musikkarriere starteten, folgten die beiden britischen Bandgründer Irwin Sparkes und Alfonso Sharland erst einmal dem Rat ihres musikerfahrenen Chemielehrers und reisten durch Nordamerika. "Lebt erstmal, dann schreibt darüber", empfahl ihnen der ehemalige Schlagzeuger der 70er-Jahre-Popgruppe Sailor. Den Vorschlag haben sie seither beherzigt. Zurück in London suchten sie einen Bassisten und gerieten schließlich durch Zufall an den Schweden Martin Skarendahl.

Im Gesamtbild präsentieren sich The Hoosiers schwungvoll bis psychedelisch. Schlagzeug und E-Gitarre geben einen schnellen Rhythmus vor. Einprägsame Refrains bleiben im Gedächtnis hängen. Die britische Nachwuchsband spielt keinen klassischen Brit-Pop, auch wenn sie mit einigen melodischen Balladen wie "Clinging On For Life" und dem spacigen "Money To Be Made" aufwartet. The Hoosiers sollten aber keinesfalls als einfache und massentaugliche Kost bezeichnet werden, denn die hohe Stimme und so manche schräge Melodie (z.B. das Finale von "Run Rabbit Run") kann auch nervenaufreibend sein.

[Marlene Hofmann]

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www.thehoosiers.co.uk

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