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CD-Tipp

Jack Johnson – "Sleep Through The Static"

published: 06.02.2008

Bei seinem vierten Album "Sleep Through The Static" bleibt Jack Johnson seinem charakteristischen Stil treu  (Foto: Universal) Bei seinem vierten Album "Sleep Through The Static" bleibt Jack Johnson seinem charakteristischen Stil treu (Foto: Universal)

Vom abfälligen Stempel "Fahrstuhlmusik" lässt sich Jack Johnson auch beim vierten Album "Sleep Through The Static" nicht verschrecken und bleibt seinem charakteristischen Stil treu. Das Album plätschert wie eine große, zusammenhängende Singer/Songwriter-Pop-Komposition dahin, aber man will trotzdem oder gerade deshalb mitwippen – oder wenigstens mit dem Fuß den Takt halten. Manchmal scheint es, als hätte der leidenschaftliche Surfer den Rhythmus des Ozeans so verinnerlicht, dass er ihn in jedem seiner Songs in Variation zum Ausdruck bringt.

Mit kunstvoller Akustikgitarrenbegleitung untermalt er auch diesmal seine Stücke. Bei manchen Songs, wie dem rhythmischen "Enemy" und dem liebevollen "Angel", stellt die Konzertgitarre sogar die einzige instrumentale Begleitung dar. Andere Lieder sind beinahe rockiger als man es bisher kannte. "If I Had Eyes" beispielsweise ist ein mitreißender Popsong mit tonangebendem Schlagzeug und lebendiger Keyboardbegleitung. Ein jazziger Refrain, getragen von Klavier und Gitarre, bestimmt das Lied "Monsoon". Auch der seiner Musik schon früher anhaftende Hauch von Reggae und Blues ist Johnson auf dem neuen Album nicht verloren gegangen.

Auf "Sleep Through The Static" würzt der auf Hawaii lebende Musiker seine meist entspannenden Klänge vereinzelt mit gesellschaftskritischen Texten. Der Refrain von Titelsong prangert nicht an, gibt jedoch auf Johnsons unaufdringliche Art zu denken: "But who needs to see what we've done/Who needs please when we've got guns". Die verteidigungspolitische Botschaft: Das Maß ist voll, wir sind zu weit gegangen. Kontrastreich ist der Sound zu diesem Text sehr rhythmisch, beinahe tanzbar. Die meisten anderen Stücke widmen sich jedoch den traditionelleren Themen: Liebe, Familie, Beziehung.

Trotz einiger ungewohnt schwungvoller Stücke, wirkt Jack Johnsons Musik vor allem beruhigend. Im Vergleich zum Vorgängeralbum "In Between Dreams" sind die neuen Songs vielleicht etwas ernster und gesetzter, aber niemals aufdringlich und nicht ohne den Johnson eigenen Entspannungsfaktor. Jack Johnsons Wohlfühlmusik resultiert offenbar nicht nur aus der wohligen Wärme seiner Heimat, sondern auch dem guten Gewissen, das sein solarbetriebenes Studio erzeugt. "Sleep Through The Static" gibt es deshalb auch wieder im gewohnten, umweltverträglichen Pappcover.

Tourdaten:
11.07.08 München Riem/Olympia Reitanlage
12.07.08 St. Goarshausen/Freilichtbühne Loreley
15.07.08 Berlin/Kindl-Bühne Wuhlheide

[Marlene Hofmann]

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Links

www.jack-johnson.de

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