CD-Tipp

Jakob Dylan - "Seeing Things"

published: 25.06.2008

Jakob Dylan - "Seeing Things"  (Foto: Sony BMG) Jakob Dylan - "Seeing Things" (Foto: Sony BMG)

"Seeing Things" versprüht Lagerfeuerromantik, was das Solo-Debüt des ehemaligen Wallflowers-Frontmanns Jakob Dylan bereits optimal beschreibt. Die Platte beinhaltet von Gitarrenklängen dominierte Songs und strotzt vor cooler Cowboy-Attitüde. Der Sohn von Bob Dylan setzt auf Klampfe und nachdenkliche Texte. Seine leicht rauchige Stimme erweckt den Anschein einer fortdauernden Melancholie, die trotz gelegentlich lebenslustiger Lyrics spürbar bleibt.

Die Stücke auf "Seeing Things" leben von einfallsreichen Versen und eingängigen Refrains. Den Titel "Evil Is Alive And Well" repetiert Jakob Dylan beispielsweise gefühlte dreißig Mal in dem knapp vier Minuten langen Song. Anfangs macht dies noch schwer zu schaffen, doch entpuppt sich die konsequente Wiederholung als prima Taktik, um das gefühlvolle Stück im Kopf zu behalten. Des weiteren steht bei dem zehn Titel umfassenden Longplayer hin und wieder die Akustik im Vordergrund und verführt zum Nachdenken.

Lieder wie das leicht rockige "All Day And All Night" im Cowboy-Stil oder das aufmunternde "Everybody Pays As They Go" entpuppen sich als Highlights. Wie schon sein Vater verwöhnt Jakob Dylan seine Hörer mit empfindsamen Versen, wie beispielsweise bei "Something Good This Way Comes", das den 48-Jährigen als aufmerksamen und sensiblen Beobachter seiner Umgebung entlarvt. Da überrascht der Titel des Albums "Seeing Things" nicht weiter.

[Janina Fischer]

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