Tom Gaebel im Interview

"The bigger, the better"

published: 09.12.2008

Tom Gaebel ließ sich von den 60er Jahren inspirieren (Foto: Public Address) Tom Gaebel ließ sich von den 60er Jahren inspirieren (Foto: Public Address)

Als "deutscher Frank Sinatra" wurde Tom Gaebel zu Beginn seiner Karriere vermarktet. In Crooner-Manier sang er sanfte Swing-Klassiker sowie neue Songs im selben Stil. Auf "Don't Wanna Dance", seinem dritten Album, wird das schüchterne Jazz-Feeling von schamlosem Pop mit Soul-Einschlag überlagert. "So Easy", die erste Single, könnte auch von den irischen Teenie-Lieblingen Boyzone stammen. Und "Crazy", die aktuelle Veröffentlichung, klingt wie eine Mash-Up aus Lou Bega und Amy Winehouse.

Der studierte Posaunist schreibt und arrangiert seine Stücke zum größten Teil selbst. Bei einigen arbeitet er mit seinem Bruder, dem Saxophonisten Denis, zusammen. Ein paar putzige Coverversionen – das von Nina Simone bekannt gemachte "My Baby Just Cares For Me" und "Satisfaction" der Stones – machen zusätzlich Spaß. Am 19. Dezember ab 21.15 Uhr ist Tom Gaebel mit seiner Big Band zu Gast bei der RTL-Show "Der große Comedy-Adventskalender". Seine große Tournee beginnt im Januar.

Tom Gaebel hat Posaune studiert (Foto: Public Address)Tom Gaebel hat Posaune studiert (Foto: Public Address)

Warum klingt die Single "So Easy" so boygroupmäßig?
Tom Gaebel: "Was? Boygroupmäßig? Ich habe da eher an die Sixties, an Motown gedacht. Der ganze Sound der Platte sollte ein bisschen in diese Richtung gehen und nicht nur Swing der 50er bieten."

Der erste Song Deines neuen Albums "Don't Wanna Dance", "Crazy", klingt fast wie von Amy Winehouse' Reglerschieber Mark Ronson produziert. Absicht?
"Das ist übrigens mein Lieblingssong von dieser Platte, mein persönlicher Favorit. Ich habe immer schon Soul gehört und live nehmen wir solche Stücke schon länger mit rein. Das ist eben eine weitere Facette von mir. Dass es gerade eine Welle gibt, in der man sich an die guten Sachen von früher erinnert, freut mich. Ich möchte das mit den Möglichkeiten von heute kombinieren. Amy Winehouse macht ja auch einen etwas altmodischen Sound, der aus den 60ern sein könnte."

Hast Du Bedenken, dass Deine Stimme bei poppigeren Klängen nicht so deutlich im Vordergrund stehen kann wie bei klassischem Crooner-Material?
"Nein, denn ich mag auch das Drumherum. Ich höre auch gerne die Bigband und die Streicher im Hintergrund. Ich habe es nicht gerne klein. Ich bin nicht der Typ, der nur mit einem Klavier-Trio spielt. Ich versuche immer, so viele Leute wie möglich bei den Aufnahmen dabei zu haben. The bigger, the better!"

Du wirst oft als Konkurrent zu Roger Cicero verstanden. Wie siehst Du das?

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