Sind schwer verliebt: Hannah (Miley Cyrus) und Travis (Lucas Till) (Foto: Sam Emerson/Disney Enterprises)Alesha Dixon – The Alesha Show"  (Warner Music)"The Westerner 2" ist für den PC erhältlich (Foto: Atari)Trotz Debüt-Album keine Unbekannte: Keri Hilson (Foto: Public Address)"Cut Up": filmische Collagen zum Thema Jugend aus den USA, Frankreich, der Ukraine und Israel (Foto: Arte F)David Schumann - "The Tokyo Diaries"  (edel books/Rockbuch)"Battleforge" ist für den PC erhältlich (Foto: EA)

The DØ im Portrait

Gegensätze hören sich gut an

published: 02.06.2009

Olivia Merilahti und Dan Levy sind The DØ  (Foto: Public Address) Olivia Merilahti und Dan Levy sind The DØ (Foto: Public Address)

Schluss mit Chansons und "L´ Amour": Das französische Duo The DØ hat so gar nichts an sich, das an die Musikkultur-Klischees der "Grande Nation" erinnert. Trotzdem sind Olivia Merilahti, Tochter finnischer Einwanderer, und Dan Levy waschechte Franzosen und erfolgreich noch dazu. Ihr englischsprachiges Debütalbum "A Mouthful" stürmte in Frankreich auf Platz eins der Charts.

Da nützt auch kein kultureller Protektionismus, den das Land ja mit der Radioquote betreibt: Dass 40 Prozent aller Songs, die über den Äther gehen, in französischer Sprache sein müssen, findet Sängerin Olivia ziemlich lächerlich. "Uns wurde gesagt: Wenn ihr auf Englisch singt, habt ihr keine Chance. Aber das ist meine musikalische Sprache. Ich habe nie daran gezweifelt." Der Erfolg des Albums und der Single "On My Shoulders" gibt ihr und Dan recht.

Dabei scheint die musikalische Arbeit des Duos vor allem auf Gegensätzen zu basieren. Während Olivia in verschiedenen Bands sang, arbeitete Dan lange im Hintergrund und betätigte als Filmmusik-Komponist eher Mischpult-Regler. "Wir trafen uns im Studio bei der Arbeit an einem Soundtrack und haben dann zusammen Songs geschrieben. Wir haben beide unterschiedliche Hintergründe und entdeckten bei der Arbeit an unserem Album fast täglich etwas Neues. Auch heute ist das noch so. Das ist für uns aufregend."

Die Fellmütze verrät Olivia Merilahtis finnischen Wurzeln (Foto: Public Address)Die Fellmütze verrät Olivia Merilahtis finnischen Wurzeln (Foto: Public Address)

Der Sound, den die beiden produzieren, kombiniert die Zerbrechlichkeit von Cat Power mit der punkigen Dominanz von legendären Frontfrauen wie Blondie oder Patti Smith. Die Arbeit von Dan als Film-Komponist und seine Vorliebe für Jazz findet sich in den schräg-schönen Gesangslinien von Olivia wieder. Dass das Duo mehr ist als melancholische Folk-Popper, beweisen sie sowohl in Songs wie "Queen Dot Kong", einer schrägen Nummer im Stil des Tom Tom Clubs, als auch auf der Bühne.

Dort gibt die 26-Jährige gerne das wilde Indie-Mädchen, das auch vor Elektro und HipHop nicht zurückschreckt. Aber das war nicht immer so. "Am Anfang hatten wir keine Ahnung von Live-Auftritten. Wir haben ja immer nur im Studio gearbeitet. Dan hatte noch nie vor Publikum gespielt. Wir waren wie die Sex Pistols und konnten nicht mal unsere Instrumente richtig spielen. Aber nun macht es Spaß. Und Lampenfieber haben wir auch nicht mehr so doll."

Ob so viel Gegensätze auch privat Fieber auslösen, mag Olivia nicht so richtig verraten: "Sagen wir mal so: Wir verbringen viel Zeit zusammen," sagt sie diplomatisch und lacht.

[Jörg Römer]

Amazon

Links

Hier gehts zur Band-Homepage

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung