CD-Tipp

Diana Krall – "Quiet Nights"

published: 07.04.2009

Diana Krall – "Quiet Nights"  (Verve/Universal Jazz) Diana Krall – "Quiet Nights" (Verve/Universal Jazz)

Fast 30 Jahre ist es her, dass die damals 15-jährige Diana Krall zum ersten Mal Geld für einen Auftritt bekam. Dreimal in der Woche trat sie in einem Restaurant ihrer kanadischen Heimatstadt Nanaimo auf. Mit 44 Jahren kann die Sängerin und Jazzpianistin nun auf eine beeindruckende Biografie und Diskografie zurückblicken. "Quiet Nights" ist schon ihr 13. Album.

Im Mittelpunkt stehen drei Stücke des brasilianischen Musikers und Komponisten Antônio Carlos Jobim. Zusammen mit ihrem langjährigen Produzenten Tommy LiPuma mischt Krall die Bossa-Nova-Elemente aus Jobims Hits mit jazziger Orchester-Untermalung.

"The Boy From Ipanema" wird durch sanfte Akkustikgitarre, Oboen und leichte Percussion eingeleitet. Sobald Krall jedoch zu singen einsetzt, minimiert sich die musikalische Begleitung. Bei "Este Seu Olhar", das Krall mit ihrer tiefen, rauchigen Stimme auf Spanisch mehr haucht als singt, wird sie gelegentlich von dezenten Trompeten begleitet. In "Quiet Nights" sind hauptsächlich Geigen im Hintergrund zu hören. In kaum einer der Neuinterpretationen fehlt zudem ein Klaviersolo der Kanadierin.

"Quiet Nights" ist eine angenehme Ansammlung von zehn Jazz-Titeln, die man hervorragend an einem trauten Abend zu zweit oder beim gemütlichen Abendessen genießen kann. Dem Gehör eines Jazz-Amateurs bietet dieser Longplayer jedoch zu wenig Abwechslung. Während Krall sich durch die populärsten Stücke der Musikgeschichte singt, kann der ungeschulte Zuhörer manchmal keinen Unterschied zwischen zwei Stücken erkennen.

[Katharina Hamel]

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www.dianakrall.com

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