CD-Tipp

Marilyn Manson - "...High End Of The Low"

published: 11.06.2009

Marilyn Manson - "The High End Of The Low"  (Interscope/Universal) Marilyn Manson - "The High End Of The Low" (Interscope/Universal)

Die Allianz von Gut und Böse meldet sich zurück. Nach zwei Jahren erscheint mit "The High End Of The Low" das zehnte Album der Schockband Marilyn Manson.

1989 in Tampa Bay, Florida, gegründet, sind sie heute aus dem Showbuiz nicht mehr wegzudenken. Den Hang zu Skurrilem haben die Jungs oft genug unter Beweis gestellt. So setzt sich der Name der Band und des Frontmanns Brian Hugh Warner "Marilyn Manson" aus den Namen der Diva Marilyn Monroe und dem des Sektenführers und Mordanstifters Charles Manson zusammen. Auch die Namen der übrigen Bandmitglieder, die wie Manson auf der Bühne auf groteske Verkleidungen setzen, fanden so ihren Ursprung, wie beispielsweise Twiggy Ramirez.

Auf dem neuen Album "The High End Of The Low" ist diese kuriose Verschmelzung von Gut und Böse, von Zart und Hart, deutlich zu hören. Eröffnet wird das Album mit "Devour", das mit sanften Gitarren und der ebenfalls sanften, jedoch fesselnden Stimme des Marilyn Manson daherkommt und den Zuhörer zum gespannten Weiterhören einlädt. Weiter geht es mit "Pretty As A Swastika", das den vom Opener noch verträumten Hörer schnell aufwachen lässt. Rockige Gitarrenriffs, ein kräftiges Schlagzeug und das leidenschaftliche Schreien des Sängers verleihen dem Song die gewohnte Manson-Marke.

Überraschend seicht sind dagegen "Leave A Scar" und "Unkillable Monsters", die eher an Indierockbands wie Franz Ferdinand oder Sparta erinnern. Die unverkennbare Stimme des Gesangsmeisters reißt hier jedoch das Ruder noch rum und so gelingt es ihm, die Manson-Stimmung zu bewahren. Eingefleischte Fans werden bei "Wight Spider" und der ersten Singleauskopplung "Arma-godd**n-motherf**kin-geddon" sicherlich auf ihre Kosten kommen. Das eine ist zwar deutlich softer als das andere, doch klingen sie beide sehr nach dem Marilyn Manson, den wir kennen.

Freunde der fantasievoll-grausamen Texte des Frontmanns, der bei Konzerten gern ins Publikum spuckt, können sich entspannt zurücklehnen. Auch in "The High End Of The Low" rundet er mit Sätzen wie "Everyone will come to my funeral to make sure that I stay dead" und "first you try to fuck it, then you try to eat it" die melodisch-rockigen Songs ab.

"The High End Of The Low" ist eine Scheibe für echte Marilyn-Manson-Fans und Musikliebhaber, die Mansons Stimme und die Düsterkeit, die dabei mitschwingt, mögen. Hardcore-Poger und Dauermoscher sollten jedoch lieber zu einem der älteren Manson-Alben greifen.

[Juliane Breiler]

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Links

www.marilynmanson.com

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