"Carmen Sandiego" ist für den Nintendo DS erhältlich (Foto: Mindscape)Naima Husseini schreibt unter dem Namen Silvester deutschsprachige Songs (Foto: Public Address)Goku (Justin Chatwin) und Bulma (Emmy Rossum)  nehmen es mit den Bösen auf (Foto:Twentieth Century Fox)Marilyn Manson - "The High End Of The Low"  (Interscope/Universal)Dennis (Delroy Lindo, r.) trainiert seine Tochter Judy (Leonie Elliott, links) und David (Sam Smith, Mitte) (Foto: ZDF und Simon Mein)Jasper sprach mit Pointer über seine Songs (Foto: Public Address)Ab Semptember tritt Tori Amos live auf (Foto: Public Address)

CD-Tipp

Placebo – "Battle For The Sun"

published: 15.06.2009

Placebo – "Battle For The Sun"  (PIAS) Placebo – "Battle For The Sun" (PIAS)

Das Cover ist schlicht, aber eindrucksvoll. Der Mond hat sich vor die Sonne geschoben. Es ist finster. Doch da, ein kleiner Strahl Licht ist zu sehen. Als würde die Sonne um ihre Helligkeit kämpfen. Und Placebo tun das auch. "Battle For The Sun" heißt das sechste Album der Truppe um den androgynen Frontmann Brian Molko. Es ist das erste mit dem neuen Drummer Steve Forrest, nachdem Vorgänger Steve Hewitt nach fast 15 Jahren die Band verlassen hat. Man habe sich wie Ehepartner auseinandergelebt, so Molko.

Der 1,92 m lange Stefan Olsdal und der gerade mal 1,68 m kleine Molko jedoch scheinen vom Schicksal zusammengeführt worden zu sein. Beide waren auf der gleichen Schule in Luxemburg, hatten damals jedoch kaum miteinander zu tun. Jahre später liefen sie sich zufällig an einer U-Bahnstation in London über den Weg. Im Januar 1995 hatten sie dann ihren ersten Gig als Placebo und der Rest ist Geschichte.

"Battle For The Sun" kommt lebendiger und rockiger daher, als der Vorgänger "Meds". Brian Molko sieht das auch so. In einem Statement gegenüber seiner Plattenfirma [PIAS] sagt er:"Es ist nicht Hardrock und nicht Pop, es ist möglicherweise Hardpop. Ich denke, es ist ein Album entstanden, das fast das Gegenstück zu 'Meds' ist. Wir haben ein Album darüber gemacht, sich für das Leben zu entscheiden, dafür, wirklich zu leben, ein Album über das Heraustreten aus der Dunkelheit mitten hinein ins Licht. Es geht nicht zwingend darum, der Dunkelheit den Rücken zuzudrehen, denn sie ist da, sie ist essenziell, sie ist ein Teil dessen, was du bist. Es geht mehr darum, sich stattdessen bewusst für einen Platz im Sonnenlicht zu entscheiden."

Eröffnet wird die Platte mit dem düster wirkendem "Kitty Litter". Mit "Ashtray Heart", wie sich die Band nannte, bevor sie Placebo wurden, geht es ebenso rockig, aber weniger dunkel weiter. Der Backgroundchor ruft auf spanisch "corazòn de cenicero" (übersetzt: "Ashtray Heart") und peppt den Refrain auf erfrischende Weise auf.

Das den Albumtitel gebende "Battle For The Sun" ist geradezu der Stimmungsindikator des Albums: Hier vereinen sich Melancholie, Wut, Träume, Hoffnung, musikalisch umgesetzt. "The Never-Ending Why" ist ein weiteres Glanzstück des Albums. Interessante Bass-und Gitarrenriffs wie bei "Devil In The Details" und ein kräftiges Schlagzeug umspielen Molkos Gesang.

Ein bisschen aus der Reihe fällt "Julien", das mit Elektrobeats und einer Art Sprechgesang beginnt. Das verwirrt ein wenig, da es gewohnt rockig weitergeht, aber das ist verzeihlich. "Kings Of Medicine" bildet das perfekte Schlusslicht im "Battle For The Sun". Piano, Streicher, Bläser, Klatschen und auf den Punkt gebrachte Lyrics ("stupid me to believe that I could trust in stupid you") machen das letzte Lied auf der Platte zu einem der vielen Höhepunkte des Albums.

[Juliane Breiler]

Amazon

eventim.de

Hier Tickets für Placebo bestellen

Links

www.placeboworld.co.uk

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung