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Patrick Nuo im Interview

"Ich bin gegen Verhütung"

published: 13.05.2005

Patrick Nuo (Foto: Public Address) Patrick Nuo (Foto: Public Address)

Es war ihr Glaube, der Patrick Nuo beeindruckte. Dass das hübsche Mädchen aus dem Jeansladen in Los Angeles katholisch war und regelmäßig zur Kirche ging, unterschied sie von all den anderen. Heute ist Molly seit einem Jahr die Freundin des umschwärmten Sängers. Im Interview mit Unikosmos spricht Patrick über ihre Beziehung.

Er nimmt außerdem Stellung zu Papst Benedikt XVI. und macht klar, welche religiösen Einstellungen er selbst hat: Der Sänger ist gegen Abtreibung, gegen Frauen im Priesteramt und gegen Verhütung.

Auch musikalisch tut sich bei Patrick Nuo einiges: Die Single „Beautiful“ steht schon in den Läden, ebenso das neue Album „Superglue“ (Wea). Anschließend kann man ihn und seine Band live erleben.

Tourdaten:
29.05.05 Radio FFN Open/Air Festival in Salzgitter
03.06.05 Regensburg/Open Air auf der Jahn-Insel
04.06.05 Ingolstadt/Eventiz -Open Air
05.06.05 25746 Heide/RSH-Kindertag (Schulgelände) nachmittags
19.06.05 Open-Air Hoch-Ybrig "Best Of Swiss Music" Festival
23.06.05 Kiel/Kieler Woche
24.06.05 Donauinselfest in Wien
01.07.05 München/im Zelt "Circus Krone" präsentiert von Radio Gong
02.07.05 Legoland/YAM Festival
09.07.05 Hitradio RT.1/Sommerfest in Augsburg
17.07.05 Tellingsted/Family Day
23.07.05 Bremen/Bade-Inselregatta
13.08.05 Koblenz/"Rhein in Flammen"
19.08.05 A-Linz/Linzer Krone Fest"
10.09.05 Uelzen/Open Air, Rathausmarkt
24.09.05 Waldshut/Tiengen "Jugendevent"

Du hast deine Fans damit überrascht, dass du eine Freundin hast. Wie lange schon?
Patrick Nuo: „Ich habe sie beim ‚5 Days’-Video kennen gelernt. Das war so im Februar 2003. Ungefähr ein Jahr später sind wir zusammengekommen. Der E-Mail-Kontakt war verloren gegangen, weil ich von meiner Seite wohl ein bisschen gebremst habe.“

Du hast auf Englisch geschrieben?
„Genau. Ich hatte keinen Bock drauf, dass andere das alles korrigieren und lesen sollten. Und deswegen waren die Messages immer sehr kurz, später auch von ihrer Seite.“

Jetzt seid ihr schon ein Jahr zusammen. Hattet ihr das Gefühl, dass eure Beziehung jetzt gefestigt genug ist, dass ihr an die Öffentlichkeit gegangen seid? Oder was war der Grund, warum du es jetzt öffentlich gemacht hast?
„Am Anfang herrscht in einer Beziehung so etwas Geheimnisvolles, etwas Privates und Mystisches, das man einfach zu zweit genießen will. Ich habe keinen Bock gehabt, in diesen Rummel der Erklärungen und Rechtfertigungen zu geraten. Ich wollte die Beziehung einfach privat halten. Jetzt war ein guter Zeitpunkt, es zu sagen.“

Warum?
„Ich habe einige Interviews geführt, wo ich, anstatt um die Fragen herumzureden, den kürzeren Weg genommen habe. Da habe ich gesagt: ‚Nee, ich hab’ keine Freundin.’ Das ist nicht die Wahrheit, sondern eine Lüge, und eine Lüge ist eine Sünde. Und eine Sünde tut nicht gut. Das kann ich nicht mehr ertragen. Das habe ich aber, denke ich, nicht mehr als fünf Mal gemacht.“

Was ist das Besondere an Molly?
„Alles. Sie hat eine ähnliche Vergangenheit wie ich. Wir haben in den Kernpunkten ähnliche oder die gleichen Einstellungen.“

Welche sind das?
„Als ich in der Anfangszeit angerufen habe und sie fragte, was sie so macht, hat sie erzählt, dass sie auch zur Kirche geht. Das konnte ich gar nicht glauben. Hier in Deutschland habe ich auch viele platonische Beziehungen gehabt und in meinem Freundeskreis Mädchen gekannt. Und was das Thema Kirche angeht, war die Reaktion von Frauen darauf immer so: ‚Äh, nee, was ist das?’. Und für mich ist ganz klar, dass das zu meinem Leben gehört. Und bei ihr war das auch so. Und was war – wow – ein großer Bonus.“

Gehört ihr der gleichen Konfession an?
„Ja.“

Bist du katholisch?
„Ja.“

Was hältst du vom neuen Papst?
„Sehr gut. Ich war am Anfang eigentlich eher dagegen.“

Gegen Joseph Ratzinger als Person?
„Also, nicht gegen ihn. Ich meine, am Anfang habe ich versucht, nach der Ausstrahlung zu gehen. Der Papst ist ja wirklich ein heiliger Mensch. Und das habe ich versucht, nach der Wahl in den Bildern herauszufinden. Ratzinger habe ich bei der Verkündigung oft als ein bisschen belastet, unglücklich, müde empfunden und war dann nicht sicher, ob er der Richtige ist. Im Nachhinein, als er dann herauskam und da so stand und strahlte, habe ich gedacht: ‚Der liebe Gott weiß schon, wen er da gewählt hat.’ Das war schon gut, sehr gut.“

Was erhoffst du dir von ihm?
„Dass er der Kirche treu bleibt.“

Nun, er wird wohl kaum austreten…
„Nee, ich meine ‚treu’ in dem Sinne, dass er keine Fehler macht und ungesunde Entscheidungen fällt, wenn die Welt irgendwelche modernen Anpassungen verlangt. Ich erhoffe mir, dass er Deutschland und die ganze Welt inspirieren kann mit dem, was er sagt – mit seiner Message, seiner Aussage und seiner Liebe.“

Würdest du dir wünschen, dass er Frauen zum Priesteramt zulässt?
„Ich glaube nicht. Ich weiß nicht, ob das der Sinn sein soll, dass eine Frau ein Priester ist. Das ist nicht der Sinn in einem Gottesdienst. Ich glaube, wenn Frauen die Kirche als ihren Weg sehen, sind sie eher eine Schwester. Ein Mann ist mehr ein Priester. Das ist meine Meinung. Das ist so, weil in der Kirche, im Gottesdienst, der Priester das Abbild Jesu ist. Deswegen finde ich, dass das so bleiben sollte und dass das nicht plötzlich eine Frau ist.“

Patrick Nuo und David Jost (Foto: Public Address)Patrick Nuo und David Jost (Foto: Public Address)

Wie stehst du zur Abtreibung?
„Bin ich ganz klar dagegen.“
David Jost (Patrick Nuos Produzent, Anm. d. A.): „Dass du in deinem Alter diese konservative Haltung Ratzingers so total unterstützt, ist wohl eher ungewöhnlich…“
Patrick Nuo: „Vielleicht bin ich ja selber konservativ.“
David Jost: „Ja, anscheinend, da bist du ein seltener Fall. Ich glaube, dass du einer der wenigen bist, die das so sehen, jedenfalls in Deutschland.“

Patrick, du bist also ganz strikt gegen Abtreibung?
„Voll. Auch gegen Verhütung.“

Gegen Verhütung?
„Ja.“

Wie macht ihr das denn dann, du und deine Freundin?

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