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Lenka im Porträt

Multitalent mit Heimweh

published: 05.10.2009

Lenka will mit ihrer beschwingten Gute-Laune-Musik auch in Deutschland durchstarten (Foto: Public Address) Lenka will mit ihrer beschwingten Gute-Laune-Musik auch in Deutschland durchstarten (Foto: Public Address)

"I'm just a little bit caught in the middle…" – neben Emilíana Torrini hat es diesen Sommer auch die australische Sängerin Lenka geschafft, wie aus dem Nichts aufzutauchen und einen hartnäckigen Ohrwurm in den Charts und sämtlichen Gehörgängen zu platzieren. Vor Kurzem ist ihr selbstbetiteltes Debütalbum erschienen, das mit verträumten bis beschwingten Gute-Laune-Songs da weiter macht, wo ihr Hit "The Show" aufhört. "Ich bin nicht immer so verspielt wie auf dem Album, aber das macht schon einen großen Teil meiner Persönlichkeit aus", sagt Lenka über sich selbst.

Ihr Vater ist Jazzmusiker und Schauspielunterricht bekam sie von niemand Geringerem als Cate Blanchett – kein Wunder also, dass Lenka unter diesen Voraussetzungen einen kreativen Karrierepfad einschlug. Bevor sie als Solokünstlerin arbeitete, sang die 31-Jährige in der Indieband Decoder Ring und bewies ihr Schauspieltalent in mehreren Film- und Theaterrollen.

Mittlerweile schreibt sie nicht nur ihre eigenen Songs, sondern gestaltet auch gemeinsam mit ihrem Freund Gulliver Hancock die dazugehörigen, teils skurrilen Videos. "Wir sind eine Art Künstler-Duo. Ich mag es, wenn Dinge ein wenig schlecht gemacht aussehen oder absichtlich wie von Kinderhand gezeichnet – so wie die Sachen von Michel Gondry", erklärt die Sängerin. Zu ihren Einflüssen zählt die Halbtschechin außerdem Björk und die US-amerikanische Performance-Künstlerin Miranda July.

Im September trat Lenka beim Reeperbahnfestival in Hamburg auf (Foto: Public Address)Im September trat Lenka beim Reeperbahnfestival in Hamburg auf (Foto: Public Address)

Vor Kurzem ist Lenka, die mit bürgerlichem Namen Lenka Kripac heißt, aus ihrer Heimat Sydney nach Los Angeles gezogen. Manchmal habe sie großes Heimweh, so die Musikerin, doch sie habe dem idyllischen Down Under einfach mal entfliehen müssen. "In Australien ist es schwierig, mit etwas wirklich voran zu kommen, weil alle so relaxt sind und die Lebensqualität viel zu gut ist, um hart zu arbeiten", berichtet die Sängerin. Stattdessen habe sie nach einer "künstlerischen Dringlichkeit" gesucht, die sie in den USA nun offenbar gefunden hat.

Im September war die Sängerin das erste Mal auf großer Europatournee und spielte auch hierzulande ein paar Shows. Dies war nicht ihr erster Besuch in Deutschland: "Mit 19 bin ich als Backpacker-Touristin durch Europa gereist. Als ich noch mehr auf dem Kunst-Trip war, wollte ich sogar nach Berlin ziehen, denn das schien mir damals die ideale Stadt zu sein, um kreative Ideen umzusetzen", verrät Lenka. Aber um ihre gerade erst beginnende Solokarriere in die richtige Richtung zu lenken, sei L.A. einfach das am besten geeignete Pflaster.

Bleibt noch die Frage, was Lenka damit meint, wenn sie ihr Album als "Stimmungsverstärker" bezeichnet. "Ich denke, die Platte ist eine Gute-Laune-Pille. Jeder sollte Musik hören, wenn es ihm schlecht geht, einfach um wieder lächeln zu können. Ich tue das auch", sagt die Sängerin und grinst dabei so breit, als hätte sie den ganzen Tag lang ihr eigenes Album gehört.

[Michaela Sommer]

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Homepage der Sängerin

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