CD-Tipp

Akon - "Trouble"

published: 25.05.2005

Akon - "Trouble" (Foto: Universal) Akon - "Trouble" (Foto: Universal)

Die Liebe zum HipHop entdeckte Akon in den USA zu Zeiten des Oldschool à la Salt'n'Pepa. Seine Songs auf dem Album "Trouble" verleiten zum Kopfnicken und die Texte zitieren alte Klassiker: "Don't tempt me cause I'm close to the edge - I am trying not to loose my head" singt Akon in "Journey". Der gebürtige Senegalese mit bürgerlichem Namen Aliaune Thiam verarbeitet in seinen Songs vor allem das Auf und Ab seines Lebens in den USA und seine abgesessenen Strafen.

Dabei singt er hoch, jault oder schmalzt aber nicht dabei. Traurigkeit und Tragik erfüllen seine Stimme, die trotzdem nie lärmend-dramatisch klingt. Deshalb bleibt Akons Musik auch ohne Höhepunkt, reißt nicht zwingend vom Hocker auf die Tanzfläche, ist dafür aber ein angenehmer Begleiter auf jeder Autofahrt.

Es stört, wie Akon zu Beginn des Albums durch Gebrauch von Fäkalsprache und mit Hilfe des Geräusches von zuratternden Gefängisgittern in "Locked Up" oder Schüssen in "Gangsta" auf gefährlichen Gangster-Rapper macht. Glücklicherweise zeigt Akon mit Songs wie „Bananza (Belly Dance)“ und der neuen Single "Lonely" seine andere Seite. Der sinnliche Beat und der schmeichelnde Gesang verführen zu guter Laune. In "Ghetto" wagt Akon Neues beim Rythmus, indem er auf Breaks setzt, und reizt seine Stimme voll aus. Auch sanfte Töne sind seine Disziplin: Dann ist die Musik leicht melancholisch. Insgesamt bleibt offen, ob Akon nun vielseitig ist oder noch experimentiert.

[Shila Behjat]

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