Joss Stone - "Colour Me Free"  (Virgin USA/EMI) Joss Stone - "Colour Me Free" (Virgin USA/EMI)
CD-Tipp

Joss Stone - "Colour Me Free"

Auf "Colour Me Free" hat die junge Sängerin aus dem englischen Wellington ihren Soul mit einigen wohldosierten Klecksen Gospel, Blues, Funk und Pop aufgemischt. Die 22-Jährige, die schon seit sechs Jahren im Musikgeschäft unterwegs ist und jetzt ihr viertes Album vorlegt, bewegt sich aber weitgehend in ihrem bekannten Farbspektrum.




Dem momentan in Radio und Charts populären Sixties-Soul à la Duffy am nächsten kommt sie mit dem charmanten "4 And 20", auf dem sie fast wie ihr Idol Dusty Springfield klingt – nach der sie übrigens ihren Pudel benannt hat. Auf der neuen Scheibe ebensowenig zu hören ist der präzise Retro-Glamour der Amy-Winehouse-Produktionen von Mark Ronson. "Colour Me Free" transportiert eher einen lässigen Live-Sound, den Stone selbst gemeinsam mit Jonathan Shorten und Conor Reeves regelte.

Die Vegetarierin singt keinen Hochglanz-Pop, Kneipen-Soul ist eher ihr Ding. Das Gros der Stücke taugt bestens zur entspannten Untermalung von netten Abenden mit Freunden. Da darf auch mal eine E-Gitarre jaulen ("Parallel Lines") oder das Tempo gedrosselt werden, wie bei den Balladen "Lady" und "Girlfriend On Demand".




Stone hat bis auf zwei Songs an allen Liedern mitgeschrieben. In "Stalemate" duettiert sie mit Jamie Hartman. Ein Ray-Charles-Cover musste offenbar auch sein und "I Believe It To My Soul" vom 61er Album "The Genius Sings The Blues" hat sie sich ausgesucht. Sie meistert die Nummer souverän.

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Die Autorin: Heike Kevenhörster
Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Karateka, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.