Tom Hugo im Feature

Songs schreiben im Schlaf

published: 17.11.2009

Tom Hugo zieht sich von Zeit zu Zeit auf eine einsame Farm nach Norwegen zurück (Foto: Public Address) Tom Hugo zieht sich von Zeit zu Zeit auf eine einsame Farm nach Norwegen zurück (Foto: Public Address)

Im Musikbusiness Fuß zu fassen, ist extrem schwer. Gerade zu Zeiten der Digitalisierung und der kostenlosen Downloads haben aufstrebende Musiker und Bands schlechte Chancen, ihren Lebensunterhalt mit ihrer Musik zu verdienen. Tom Hugo ist einer derjenigen, die es trotzdem versuchen. In Norwegen spielte er bereits mit den besten Musikern des Landes, in Deutschland ist Hugo allerdings noch ein unbeschriebenes Blatt. Um das zu ändern, ist der sympathische Skandinavier vor gut zwei Jahren nach Hamburg gezogen. Warum gerade Deutschland? "Ich habe mich hier immer zu Hause gefühlt. Ich und Deutschland, wir verstanden uns irgendwie."

"Akustikorientierter Pop"

Mit der EP "I Apologize" stellt sich der 30-Jährige der Öffentlichkeit vor und macht Appetit auf sein Debütalbum, das im Frühjahr 2010 erscheint. Das Erstlingswerk ist fast fertig und Tom Hugo ist sichtlich stolz darauf. Seine Musik zu beschreiben, fällt ihm jedoch schwer. "Es ist akustikorientierte Popmusik mit guten Beats. Das Wesentliche sind meine Stimme und die Akustikgitarre."

Tom Hugo (10 Bilder)

Tom Hugo
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Das wichtigste bei einem guten Song ist für Hugo eine eingängige Melodie. "Ich will eine Geschichte erzählen. Die einfachste Art für die Leute, sich daran zu erinnern, ist eine Melodie, die in den Köpfen bleibt." Aufgewachsen ist der Hobbykoch mit Musik von den Beatles, ABBA und a-ha. Diese Einflüsse sind offensichtlich, wenn man sich die EP anhört, und er gibt das auch zu. "Die Musik, mit der ich aufgewachsen bin, beeinflusst mein Songwriting auf jeden Fall".

Eigentlich schreibt Tom Hugo rund um die Uhr an Songs: sei es beim Spazierengehen im Park, beim Duschen und sogar beim Schlafen, wie er behauptet. In den seltenen Momenten, in denen er keine Musik macht, geht er ins Fitnessstudio oder schlendert durch die Schanze. "Rund um die Alster ist es auch schön, aber ich mag die ganzen edlen Boutiquen nicht. Das ist nicht mein Ding", meint er grinsend.

Rückzug nach Norwegen

Ab und zu braucht er eine Pause von der hektischen Großstadt. Dann zieht er sich für eine Weile nach Norwegen zurück. "Meiner Familie gehört eine alte Farm aus dem 16. Jahrhundert. Sie liegt mitten im Wald, ohne Strom und Wasser. Da hin ziehe ich mich gerne für eine Woche zurück, um meine Batterien wieder aufzuladen." Ob es angesichts solcher Vorlieben mit der internationalen Karriere klappt, bleibt abzuwarten. Das nötige Talent bringt der sympathische Blonde aber auf jeden Fall mit.

[Svenja Mertens]

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www.myspace.com/tomhugo

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