CD-Tipp

The Blue Van - "Man Up"

published: 28.02.2010

The Blue Van - "Man Up"  (Iceberg Records/Intergroove) The Blue Van - "Man Up" (Iceberg Records/Intergroove)

So frisch und frech wie Mando Diao bei ihrem Durchbruch klingen die Dänen The Blue Van. Das vom Beat und Rock der Sixties beeinflusste Quartett spielte sein drittes Album mit starken eigenen Songs in Hamburg ein. Steffen Westmark, Søren Oakes Christensen, Allan Villadsen und Per Jørgensen benannten ihre Band nach einem Bus, mit dem in ihrem Heimatland Patienten in die Psychiatrie gefahren werden.

Ohne Schnickschnack

Die überragende Single "Silly Boy" gibt gleich mit den Stärken der Gruppe an: mit nach vorne preschenden Rhythmen, in die Beine gehenden Gitarren-Riffs und ins Ohr gehenden Melodien. Die kluge Produktion verstärkt die einfache Instrumentierung und verzichtet auf Sound-Schnickschnack. Diese Reduzierung bringt das tolle Songwriting der Dänen besonders gut zur Geltung.

Mal klingen The Blue Van wie ganz junge Rolling Stones ("There Goes My Love"), mal wie frühe Guns N'Roses ("Lay Me Down And Die"). Immer trägt das Rotznasige der Formation, gepaart mit der souveränen Performance und der Kompromisslosigkeit der Hooklines, die spezielle Mischung nach Hause. Ob sie aufs Tempo drücken wie bei "Out Of Control" oder die Bremse anziehen wie bei der schlichten Schnulze "True", die Vier beherrschen das Einmaleins des Rock.

Riffkeule

Ein Highlight etwa zur Halbzeit des Longplayers ist das augenzwinkernd narzistische "In Love With Myself", eine Art Rockmusikversion von Oscar Wildes "Dorian Gray". "I'm A Man" schlägt einen ähnlichen Ton an und verträgt sogar eine Rap-Einlage. Über Zeilen wie "trees that resemble the beast that makes you tremble" wird sicherlich nicht so viel gerätselt werden wie anno '67 über John Lennons "Strawberry Fields Forever", Spaß machen sie aber trotzdem. Zum Schluss packen The Blue Van dann mit "Put My Name In The Sand" noch mal die Riffkeule aus. Danke dafür.

Tourdaten:

18.03.2010 Frankfurt/Main – Ponyhof
19.03.2010 Freiburg/Swamp
20.03.2010 CH-Oberentfelden/Börom Pöm Pöm
22.03.2010 München/59 to 1
23.03.2010 A-Wien/rena
24.03.2010 CH-Zürich/Hafenkneipe
25.03.2010 CH-Bern/ISC
26.03.2010 CH-Chut/Selig
27.03.2010 Stuttgart/Schocken (Party: MotorClub)
30.03.2010 Köln/Werkstatt
31.03.2010 Dortmund/Piano
01.04.2010 Aachen - Musikbunker
03.04.2010 Leipzig - Moritzbastei
04.04.2010 Hamburg- Hafenklang
06.04.2010 Rostock - Mau-Club
07.04.2010 Berlin - Zapata

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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