DVD-Tipp Tupac Shakur

„Tupac Resurrection“

published: 18.11.2004

Tupac – "Resurrection" (Foto: Paramount) Tupac – "Resurrection" (Foto: Paramount)

Jetzt ist er schon seit acht Jahren unter der Erde und immer noch taucht neues Material von ihm auf, einem der einflussreichsten Rapper aller Zeiten. „Tupac Resurrection“ ist eine aufwändige Dokumentation über sein Leben. Der Film fängt da an, wo Tupacs irdisches Dasein endete: in Las Vegas. Death-Row-Records-Boss Suge Knight steuert den schwarzen BMW 750 mit Tupac auf dem Beifahrersitz die Flamingo Road hinunter bis zur Abzweigung Koval Lane und hält vor einer roten Ampel. Schüsse. Stille.
Zum Glück wird diese DVD nicht von der Fehde zwischen West Coast (Suge Knight, Tupac)und East Coast (Puff Daddy, Notorious B.I.G.) dominiert. Laurin Lazin, der das Drehbuch schrieb und Regie führte, lässt den Zuschauer vielmehr hautnah am Leben des HipHop-Stars teilnehmen. Von der Kindheit mit seinen Eltern, die Teil der Black-Panther-Bewegung waren, über seine Zeit an der Baltimore School For Performing Arts bis hin zum Durchbruch in Oakland erlebt man den mal laut und angeberischen, mal sensiblen Rapper. Auch ganz private Bilder erblicken zum ersten Mal das Licht der Öffentlichkeit. Einige der Konzertmitschnitte wurden ebenfalls noch nie zuvor gezeigt. Die Kameraführung ist zum Teil rasant. Und wer wissen will, was Tupac mit Eddie Murphy, Arsenio Hall und Spike Lee zu tun hatte, hat sowieso die richtige Scheibe in den Player geschoben. Einen kritischen Blick auf das Musikgeschäft und die amerikanische Gesellschaft vermittelt “Resurrection“ zusätzlich. Natürlich fehlen weder Musik noch Videos des von seinen Fans längst heilig gesprochenen HipHoppers. Gangsta, Künstler oder Aktivist? Tupac war von allem etwas. Diese DVD ist etwas für alle.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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