CD-Tipp

Julia A. Noack - "69.9"

published: 18.05.2010

Julia A. Noack - "69.9"  (Cover: Timezone) Julia A. Noack - "69.9" (Cover: Timezone)

Die Berliner Musikerin Julia A. Noack veröffentlicht mit "69.9" ihr zweites Album. Wie schon das Erstwerk "Piles & Pieces" findet sich der neue Longplayer klar in der Singer/Songwriter-Schublade wieder. Das klassische Bild von ausschließlich Akustikgitarre und Gesang wird aber abwechslungsreich unterbrochen. "69.9" kommt mit mal ruhigeren, mal aufgeweckten und teilweise recht poppigen Songs daher. Deutlich hörbar sind Einflüsse aus dem Indie-Bereich, ab und zu tauchen elektronische Klänge auf. Prägnant in allen Titeln ist Noacks sehr klare Stimme.

Während der Titelsong "69.9" durch die fast geflüsterte Stimme düster und durch die spärlichen Hintergrundgeräusche etwas verstörend wirkt, klingt "Sudden Twist" dagegen offen und aufgeweckt. In "Grizzly Girl" kommt ein Glockenspiel zum Einsatz. Bei "Me & The A.D." kann man gar nicht anders, als mit dem Kopf im Takt zu nicken, dem Zusammenspiel von Tuba und Banjo sei Dank.

Herausragend präsentiert sich das schwermütige "Dark Enough". Die verfremdeten Klänge einer Sense, die live beim Schneiden einer Wiese in Schweden aufgenommen wurden, untermalen Noacks Stimme perfekt. Dieser Song ist mit seiner melancholischen Stimmung schlichtweg ergreifend. Insgesamt machen die Kompositionen das Album zu einem facettenreichen Werk, das für verschiedene Geschmäcker etwas bietet.

[Anika Batschi]

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www.julianoack.com

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