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CD-Tipp

Foo Fighters “In Your Honor”

published: 28.06.2005

Foo Fighters “In Your Honor” (Foto: Sony BMG) Foo Fighters “In Your Honor” (Foto: Sony BMG)

Rocker bleiben Rocker. Da machen auch die Foo Fighters von Ex-Nirvana-Schlagzeuger Dave Grohl mit ihrem neuen Album keine Ausnahme. Der musikalische Workoholic hat sich für sein neues Album „In Your Honor“ etwas Besonderes ausgedacht und eine Hälfte der Doppel-CD rein akustischen Klängen gewidmet. Dafür konnte er mit seinen drei Mitstreitern reichlich Prominente aus Rock und Pop ins Studio bewegen. Neben dem Chef der Queens Of The Stone Age, Josh Homme, und
Led-Zeppelin-Basser John Paul Jones stimmte auch Norah Jones einem Duett mit Grohl zu.

Leider klingen die akustischen Songs auf „In Your Honor“ als wären sie das Ergebnis eines Stromausfalls im Studio, in dem eigentlich richtig gerockt werden sollte. Für feinfühlige Gitarren-Songs fehlt Songwriter-Raffinesse. Allerdings ragt Grohls ungewöhnliches Duett mit Norah Jones heraus. In „Virgina Moon“ singt die New Yorkerin nicht nur, sondern verleiht dem Song durch ihr Klavierspiel die für sie typische, leicht jazzige Atmosphäre. Grohls Stimme überzeugt auch ohne lärmende Gitarren.

Die bessere Hälfte von „In Your Honor“ ist die rockige. Hier beweisen die Vier einmal mehr, warum bei Dave Grohl inzwischen keiner mehr nur an Nirvana denkt. In bester klassischer Rock`n´Roll-Manier gehören die Songs in ihren größten Momenten zum Besten, das die Fighters je veröffentlicht haben. Das Titelstück schwillt an wie eine Gewitterfront, um sich dann in zuckenden Gitarren-Riffs zu entladen. Ohne Luft zu holen stürmt die Band durch die ersten Songs. Bei „No Way Back“ sehnt sich der Zuhörer in ein mit 10.000 Menschen gefülltes Stadion.

Großer Open-Air-Rock ist auch die Single „The Last Song“. Die Foo Fighters scheinen mit dem Alter doch etwas melodischer und sanfter geworden zu sein. So gelingt Dave Grohl, Taylor Hawkins, Nate Mendel und Chris Shiflett doch noch ein sehr solides Album. Und wer möchte, kann sogar manchmal Nirvana mit den typisch dissonanten Gitarrenläufen hören.

[Jörg Römer]

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