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Pop-CD

Kylie - "Aphrodite"

published: 06.07.2010

Kylie – "Aphrodite"  (EMI) Kylie – "Aphrodite" (EMI)

Diese CD geht ein Tempo wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Im Hi-Energy-Modus singt sich die inzwischen 42-Jährige durch das Gros der zwölf Stücke zwischen Pop, Disco und Dance. Ein riesiger Stab aus Songwritern und Produzenten hat die Bestandteile dieses Sammelsuriums von Feelgood-Songs geschaffen. Jogis Jungs haben sicherlich auch nicht mehr Betreuer.

Doch anders als bei der DFB-Elf zündet hier die Teamleistung nicht richtig. Anstatt von kreativen Ideen beflügelt zu sein, wirkt "Aphrodite" – immerhin nach der griechischen Göttin der Liebe benannt – überaus irdisch. Die neuen Lieder, größtenteils mit Achtziger-Bezug, also der Dekade, in der Kylie Minogue als Teenager mit Retorten-Hits aus der Feder von Stock, Aitken & Waterman durchstartete, klingen unpersönlich und austauschbar. Die Stimme der Australierin verfügt zudem nicht über den nötigen Wiedererkennungswert, um die Euro-Dance-Großraumdisco-Stücke allein durch ihre markante Ausstrahlung zu etwas Besonderem zu verbinden.


Die frühere kitschige Gewitztheit von Songs wie "Spinning Around", "Your Disco Needs You", "Loveboat" oder "Kids" von ihrem besten Album "Light Years" erreicht Kylie hier nicht. Aber damals schrieben noch Persönlichkeiten wie Paula Abdul, Guy Chambers und ein gewisser Robbie Williams für sie. Mit Wehmut erinnert man sich auch an ihre Zusammenarbeit mit den Pet Shop Boys oder die Single "Confide In Me" auf ihrer 1994er CD "Kylie Minogue".

Am dichtesten an diese Glanzmomente heran kommt der heute nur noch unter seinem Vornamen agierende Popstar mit der Vorab-Single "All The Lovers" und dem zumindest originell getexteten "Cupid Boy". Eine kleine Verschnaufpause im Geschwindigkeits-Lauf des Albums verschafft dem ehemaligen Soap-Star nur Tim Rice-Oxley, Komponist und Multi-Instumentalist der Britrock-Trios Keane. Er hat nämlich das etwas langsamere "Everything Is Beautiful" für sie geschrieben.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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www.kylie.com

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