(Foto: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Live_8#mediaviewer/File:M4100164.JPG" target="_blank">Live-8-Konzert in Berlin. Es spielen a-ha.</a> von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Jonathan_Hornung" target="_blank">Jonathan Hornung</a> lizensiert durch <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:M4100164.JPG" target="_blank">gemeinfrei</a>)Peter Lohmeyer (Foto: Public Address)Franz Ferdinand (Foto: Public Address)Kelly Osbourne - "Sleeping In The Nothing" (Foto: Sony BMG)Foo Fighters “In Your Honor” (Foto: Sony BMG)Ronan Keating war einer der Hauptacts am Sonntag (Foto: Public Address)Billy Corgan (Foto: Public Address)

CD-Tipp

The Offspring - „Greatest Hits“

published: 05.07.2005

The Offspring - "Greatest Hits"  (Foto: Sony BMG) The Offspring - "Greatest Hits" (Foto: Sony BMG)

Es gibt Leute, die behaupten, dass Amerikaner und besonders Kalifornier keinen Punk spielen könnten. Der grandios melodische Punkrock von Green Day und der erfrischende Rotzrock von Blink 182 haben diesen Nörglern in den letzten Jahren das Maul gestopft. Durch The Offsprings „Greatest Hits“ bekommen die Zweifler wieder Oberwasser.

Es ist großartig, das grölige „La-la le-lalala, la-la le-lalala“, bevor die Gitarren Pogo tanzen und allen egogeknickten Tenagern dieser Erde reichlich „Self Esteem“ einbläuen. Der angegrungte Song von 1995 bleibt der beste Song auf The Offsprings „Greatest Hits“. Dass dies die beste Phase der Band war, macht sich diese Zusammenstellung zunutze und schlachtet hauptsächlich das Durchbruchs-Album „Smash“ und „Americana“ von 1998 aus.

Mitte der Neunziger waren die Jungs so gut, weil sie schon musikalisch Konturen herauszuarbeiten wussten, aber noch echte Wut im Bauch hatten. Auch „Pretty Fly (For A White Guy)“ und „Original Prankster“ waren zumindest originell. Immer wieder gern gehört auch der Geizhals-Song “Why Don’t You Get A Job?”.

Weil diese Best-Of-Kopplung die ersten beiden Alben der Band komplett ignoriert, kann man anhand dieser CD die Entwicklung der Band nur eingeschränkt verfolgen. Das ist schade, weil die Musiker aus Orange County schon 1984 zusammenfanden. Statt der Tiefe der älteren Sachen werden hier zudem die seichteren Gewässer der jüngeren Vergangenheit unverhältnismäßig ausführlich ausgelotet. Das neuste radiofreundliche Geseiere hat mit dem Geist des Punk nicht mehr das Geringste zu tun.

Immerhin: Fans werden dankbar sein, dass „Defy You“ dabei ist, eine obskure Single, die vom Soundtrack des Films „Nix wie raus aus Orange County“ stammt. Auch sonst gibt es bisher Unveröffentlichtes. Leider offenbart der neue Song „Can’t Repeat“ nur, dass sich die alte Größe nicht so leicht wiederholen lässt. Für diesen Flop legen Dexter Holland und Co. aber mit dem Wise-Guys-Remix von "The Kids Aren´t Alright" noch einen Bonustrack drauf.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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