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Philipp Poisel im Porträt

"Die Perspektive ändern"

published: 16.08.2010

Philipp Poisel macht sich mit seiner Musik angreifbar (Foto: Public Address) Philipp Poisel macht sich mit seiner Musik angreifbar (Foto: Public Address)

Ein bisschen eigenbrötlerisch wirkt Philipp Poisel schon. So richtig kann man sich den ruhigen Wahl-Stuttgarter, der mal Musiklehrer werden wollte, nicht vor einer Klasse voller pubertierender Kids vorstellen. Umso erstaunlicher, dass der 27-Jährige nun mit seinen Songs vor immer größerem Publikum spielt. Sein Debütalbum "Wo fängt dein Himmel an?", 2008 bei Herbert Grönemeyers Label Grönland Records erschienen, war ein Geheimtipp und machte den gebürtigen Ludwigsburg republikweit bekannt.

Dass der introvertiert wirkende Musiker mit den persönlichen Texten mit seiner zurückgezogenen Art nicht irgend eine Karrieremasche verfolgt, glaubt man ihm sofort. Philipp Poisel ist das Gegenteil der in Musikerkreisen nicht selten anzutreffenden Rampensau. Für ihn muss seine Musik vor allem einen persönlichen Bezug haben. "Das ist auch der Grund, warum ich das mache. Ich will nichts erfinden. Am Anfang habe ich Songs nur für mich selbst gemacht. Nun ist auf Umwegen ein Beruf daraus geworden. Das ist jetzt ein bisschen so, als wenn ich Geheimnisse von mir verrate", sagt Poisel.

Philipp Poisel - Bis nach Toulouse - Album-Trailer Philipp Poisel - Bis nach Toulouse - Album-Trailer

Philipp Poisel - Bis nach Toulouse

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Offenheit macht angreifbar

Doch mit so viel Offenheit macht er sich nicht nur Freunde, wie er überrascht feststellen musste. "Damit mache ich mich auch angreifbar. Bei einem Konzert in Hamburg hat mich der Veranstalter mal richtig zusammengefaltet. Der fand, dass das alles Klischees sind und kompletter Müll ist und er noch nie etwas Schlechteres gehört hat. Das hat mich angegriffen, weil das persönliche Geschichten sind, die ich selbst erlebt habe."

Diese persönliche Geschichten erlebte Poisel etwa auf Reisen durch Polen, Tschechien, dem Baltikum und Skandinavien. "Mich fasziniert die Idee, dorthin zu gehen, wo man noch nicht war. Im Osten habe ich in einer WG gewohnt. Da ging mal die Klospülung nicht, dann nimmt man halt einen Eimer. Außerdem gab es im Treppenhaus keine Fenster und wir hatten keine Haustür. Es gibt viele Sachen, die einfach nicht funktionieren. Wir haben zu dritt in einem Schlafzimmer gelebt, ganz normal mit den Partnern. Nach einer Weile habe ich gemerkt, dass man sich mit diesem Leben durchaus engagieren kann. Viel ist eben relativ, wenn sich die Perspektive ändert."

Wenn Poisel das erzählt, wirkt er nicht so, als sei sein Leben vom Erfolg seines zweiten Albums abhängig. "Der Beruf als Musiklehrer kommt jetzt aber nicht mehr in Frage", erklärt er. "Also im Moment", fügt er nach einer Pause hinzu und denkt nach.

"Bis nach Toulouse", das neue Album von Philipp Poisel, erscheint am 27. August.

[Jörg Römer]

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Links

www.philipp-poisel.de

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