The Offspring - "Greatest Hits"  (Foto: Sony BMG)(Foto: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Live_8#mediaviewer/File:M4100164.JPG" target="_blank">Live-8-Konzert in Berlin. Es spielen a-ha.</a> von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Jonathan_Hornung" target="_blank">Jonathan Hornung</a> lizensiert durch <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:M4100164.JPG" target="_blank">gemeinfrei</a>)Peter Lohmeyer (Foto: Public Address)Franz Ferdinand (Foto: Public Address)Kelly Osbourne - "Sleeping In The Nothing" (Foto: Sony BMG)Foo Fighters “In Your Honor” (Foto: Sony BMG)Ronan Keating war einer der Hauptacts am Sonntag (Foto: Public Address)

Mark Owen im Interview

Ohne Seifenblase

published: 07.07.2005

Mark Owen (Foto: Public Address) Mark Owen (Foto: Public Address)

Bei Take That teilte er mit Robbie Williams sein Schlafzimmer und noch vor zwei Jahren sang er mit ihm auf einer großen Open-Air-Bühne in England – Mark Owen. „Rob war mein bester Kumpel“, erinnert sich der ehemalige Teenie-Schwarm an die Zeit in der Boygroup. „Wir waren zwei junge Burschen, die das Leben entdeckten.“

Jetzt nimmt auch Owen die Charts solo in Angriff: Sein Album „How The Mighty Fall“ ist clever rockender Britpop. Die Single „Believe In The Boogie“ ist bereits gechartet.

 (Foto: Public Address)(Foto: Public Address)

Dein neues Album heißt „How The Mighty Fall“ (dt. etwa: „Der Untergang der Großen“). Was hat es mit dem Titel auf sich?
Mark Owen: „Die Worte stammen aus meinem Song ‚Believe In The Boogie’, wo es heißt: ‚From the Albert Hall to the Uni Ball / How the mighty fall“ (dt etwa: ‚von der Royal Albert Hall zur Unifete’. Das bedeutet: Die Leute kennen mich aus der Vergangenheit, wo ich in großen Stadien gespielt habe und vor vielen Tausenden Menschen aufgetreten bin. Aber die Konzerte, die wir jetzt hier in Deutschland geben, sind kleine, intime Shows. Vielleicht 300, 400 Leute. Also, darin liegt auch eine gewisse Ironie. Ich lache auch ein bisschen darüber, wie ‚die Großen untergehen’.“

Hast du noch viel von dem Geld, das du mit Take That verdient hast?
„Wir haben mit Take That ganz gut verdient. Ich konnte ein Haus kaufen und habe auch meinen Eltern ein Haus gekauft. Aber ich sage immer, dass Musik mein Ferrari ist. Ich besitze keine schnellen Autos. Alles, was ich je verdient habe, ist wieder in das Musikmachen geflossen. Das ist mein Hauptluxus. Ich würde wahrscheinlich bis auf meinen letzten Penny alles für Musik ausgeben. So wichtig ist sie für mich.“

Warum gab es nach deinen ersten Soloplatten so eine lange Pause bis zu dieser CD?
„Es war eine schwierige Zeit für mich. Ich hatte mich entschieden, ganz auf Progrock zu setzen und nur noch seltsame Musik zu machen. Da habe ich meinen Plattenvertrag verloren und das war ja auch keine Überraschung. In den folgenden sechs Jahren ging es für mich darum, mich selbst zu finden. Ich habe weiterhin versucht, einen Vertrag zu bekommen und ich habe jeden Tag Songs geschrieben. Vielleicht habe ich es zu intensiv versucht. Ich fing an, frustriert zu sein und niedergeschlagen und manchmal auch ein bisschen depressiv. Aber ich habe nie aufgegeben. Endlich kriegte ich einen Vertrag und konnte vor ein paar Jahren in England ein Album veröffentlichen. Aber dann haben sie mich wieder fallenlassen. Insgesamt wurde ich also zwei Mal rausgeschmissen. Deshalb habe ich mich entschlossen, es jetzt selber zu machen und dieses Album auf meinem eigenen Label zu veröffentlichen.“

 (Foto: Public Address)(Foto: Public Address)

Wenn du an die Take-That-Zeiten zurückdenkst, welche Bilder erscheinen da vor deinem inneren Auge?
„Da fällt mir als erstes das Reisen ein. Wir waren ständig irgendwohin unterwegs. Dann die Kostüme, die Outfits und wie es war, auf der Bühne zu sein. Das habe ich geliebt, wir haben wirklich tolle Shows gespielt. Und dann die Freundschaften innerhalb der Band, aber auch Unsicherheiten, lange Tage, viele Termine. Wir waren jung und vielleicht auch ein bisschen naiv. Wenn man in so jungen Jahren in so eine Band eintritt, ist man plötzlich in dieser Seifenblase. Die Seifenblase reist durch die Welt, aber du bekommst nicht viel von der Wirklichkeit mit. Ich dachte immer, dass ich Mark Owen ganz gut beschützt hatte, aber als alles aufhörte, wurde mir in den sechs Jahren klar, dass ich nicht mehr wusste, wer ich war. Es war wahrscheinlich das Beste, was mir passieren konnte, das durchzumachen und mich damit auseinanderzusetzen. Das war nötig.“

Du hast die Freundschaften innerhalb der Band erwähnt. Wem standest du am nächsten?
„Rob. Er war mein bester Freund in der Band. Wir waren ungefähr gleich alt. In den frühen Zeiten haben wir uns immer ein Zimmer geteilt. Daher kam das. Sogar ganz zu Anfang: Wir trafen uns draußen und gingen zusammen rein, als die Band zusammengestellt wurde. Also würde ich sagen, das Rob wahrscheinlich mein engster Freund in der Band war.“

Als du und Rob euch ein Zimmer geteilt habt, habt ihr da das geführt, was man einen Rockstar-Lebensstil nennt?

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