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DARUM!

"Richtig für etwas brennen"

published: 17.08.2010

"Mehr junge Leute müssen ihren Schweinehund überwinden", fordert Katharina Fegebank (Foto: Public Address) "Mehr junge Leute müssen ihren Schweinehund überwinden", fordert Katharina Fegebank (Foto: Public Address)

Für die Serie DARUM! trifft Unikosmos Menschen mit einem Anliegen. Egal ob politisches oder soziales Engagement oder einfach nur ungewöhnlich: Unikosmos fragt nach.

Katharina Fegebank, Landesvorsitzende der Grünen in Hamburg, engagiert sich politisch. Mit 33 Jahren ist sie die jüngste Parteichefin in der Geschichte des Landesverbandes. Neben der Politik arbeitet sie weiterhin als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Präsidium der Universität Lüneburg und macht dort Hochschulmanagement.

Warum bist du Politikerin geworden?
Katharina Fegebank: "Ich hatte immer den Drang, gesellschaftlich etwas zu verändern. Ich habe schon während der Schulzeit ganz aktiv in der Schülervertretung mitgewirkt und war auch selbst Schülersprecherin. Während meines Studiums habe ich mich überparteilich in studentische Initiativen eingebracht. Zur Europawahl 2004 habe ich mir dann überlegt, dass ich mal Nägel mit Köpfen machen müsste. Die Grundmotivation war, nicht nur zu meckern, sondern Dinge verändern und gestalten zu wollen und seinen Beitrag zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung zu leisten."

War Politikerin schon immer dein Berufswunsch?
"Nein, ich begreife mich auch nach wie vor nicht als Berufspolitikerin. Als ich vor zwei Jahren als Landesvorsitzende kandidiert habe, war das ein großer Schritt, vor dem ich große Angst hatte und teilweise immer noch habe. Ich weiß, dass Politik etwas ist, das mich sehr prägt und mich auch ausmacht, was ich aber nicht zum Broterwerb machen muss. Dann wird man sehr schnell abhängig und verändert sich."

Katharina Fegebank

Katharina Fegebank ist die jüngste Parteichefin in der Geschichte der Hamburger Grünen. Die gebürtige Bad Oldesloerin ist die Tochter eines Lehrers und hat Politikwissenschaft, Jura, Anglistik sowie Europawissenschaften in Freiburg und Berlin studiert. Neben ihrem politischen Engagement ist sie außerdem wissenschaftliche Mitarbeiterin im Präsidium der Leuphana Universität Lüneburg. Sie ist Single und pendelt derzeit zwischen Hamburg und Lüneburg.

Warum engagieren sich junge Menschen oft nicht politisch?
"Es gibt viele, die sagen 'Da läuft so viel schief in der Gesellschaft – Da muss man doch mal was ändern.' Die wenigsten ergreifen dann aber auch die Chance und bringen sich aktiv ein. Die erste Hemmschwelle ist, aus einer Konsumhaltung heraus zu etwas Aktivem zu gelangen. Das zweite ist, gerade wenn es um Parteipolitik geht: Wie findet man eine Partei, die zu einem passt? Da muss man schon bereit sein, Kompromisse einzugehen. Parteien haben im Moment nicht unbedingt das Image, auf der Höhe der Zeit zu sein und Lösungen zu den zentralen Problemen zu präsentieren. Nach außen müssen Politiker manchmal Positionen vertreten, die nicht den eigenen entsprechen."

Wie gehst du persönlich mit solchen Situationen um, oder bist du mit allem einverstanden, was von der Partei kommt?
"Nein, ich bin nicht immer mit allem einverstanden. Sowohl was Positionen angeht als auch bestimmte Umgangsformen. Aus der Führungsrolle heraus habe ich jetzt aber die Chance, Dinge zu gestalten. Es wird allerdings wohl nie so sein, dass man hundertprozentig hinter allem steht. Ich streite zwar gern, lasse mich aber auch von anderen Meinungen und Positionen gern überzeugen. Ich schließe gern Kompromisse."

Sollte man als Politiker die Lust am Streiten mitbringen?


Grünen-Landesvorsitzende Katharina Fegebank fordert: "Engagiert euch!" Katharina Fegebank, Politikerin der Partei Bündnis 90/Die Grünen und Landesvorsitzende in Hamburg, fordert die Unikosmos-Leser zu mehr Engagement auf. Grünen-Landesvorsitzende Katharina Fegebank fordert:

Statement von Katharina Fegebank

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