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DVD-Tipp

Eminem – „The Anger Management Tour“

published: 01.08.2005

Eminem – „The Anger Management Tour“ (DVD) (Foto: Universal)Eminem – „The Anger Management Tour“ (DVD) (Foto: Universal)

Wer meint, auf dieser DVD schon eine Vorschau dessen zu bekommen, was Mr. Mathers als „Anger Management Tour“ im Herbst nach Deutschland führt, der liegt falsch. Dieser Mitschnitt wurde nämlich schon 2002 gemacht und entsprechend stehen die Songs des Albums „The Eminem Show“ im Mittelpunkt des Spektakels. „Business“, „White America“ und „Sing For The Moment“ sind Highlights. Und wie Em bei „Without Me“ loslegt, ist ganz groß: Wie er es hinbekommt, live so unglaublich präzise und ausdrucksstark zu rappen, bleibt sein Geheimnis. Warum hat der Mann eigentlich keinen Knoten in der Zunge?

Nach Art einer altmodischen Revue, wie ein Jahrmarkt des HipHop, ist die Bühne gestaltet. Riesenrad, Schwertschlucker und Kleinwüchsige dekorieren den Hintergrund, vor dem der einzige von Fans und Kritikers akzeptierte Rap-Superstar agiert. Eminem selbst konzentriert sich auf die Delivery und braucht keine Gimmicks. Dass er im Laufe des Konzerts zwei Mal das Shirt wechselt, muss reichen, bevor er es am Ende zum Gekreische der Massen ganz auszieht.

Der Auftritt wurde in Eminems Heimatstadt mitgeschnitten, was der Grund sein mag, warum das Publikum auch D12 so frenetisch begrüßt. Nett von Em, dass seine alten Kumpels mit auf Tour durften. Sie bedanken sich, indem sie sich mit Obie Trice als seine Anheizer betätigen und dazwischen mindestens so viele „Yo, Detroit“- wie „Yo, motherfucker“-Rufe loslassen. Bei „Purple Pills“ geht es dann etwas anspruchsvoller zur Sache.

Als Zugabe gibt es eine lustige Version von „My Dad’s Gone Crazy“. Schade, dass die Credits zum Schluss das Geschehen auf der Bühne verdecken. Für mehr Eminem schnell das Special „A Behind The Scenes Look At The Tour“ reinschieben und die infantilen Seiten des Entertainers ansehen. Oder einfach bis zum Herbst warten und alles selbst erleben.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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