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Laith Al-Deen im Porträt

Umzug ins kleine Universum

published: 04.08.2005

Laith Al-Deen will mehr vom Leben als einen Kater (Foto: Public Address)Laith Al-Deen will mehr vom Leben als einen Kater (Foto: Public Address)

Er ist ein arbeitender Musiker, kein Popstar. „In den fünf Jahren, die ich im Business war, bin ich mindestens um acht gealtert“, stöhnt Laith Al-Deen, der in dieser Zeit fast pausenlos ackerte. Gelohnt hat es sich: Sein letztes Studio-Album erreichte aus dem Stand die Spitze der Charts. Wie erklärt er sich diesen Erfolg? „Ich bediene eine musikalische Sparte, die noch nicht so ausgeschlachtet ist“, meint der Sänger, der Deutschpop mit der Empfindsamkeit des Soul und der Hemdsärmeligkeit des Rock mischt. „Und ich hoffe, es sind keine schlechten Songs.“

Das neue Album „Die Frage wie“ erscheint am 9. September, bereits jetzt erhältlich ist die Vorab-Single „Leb den Tag“ – ein nicht besonders origineller Appell, jeden Tag zu leben, als wäre er der letzte. Der Song habe jedoch einen autobiografischen Bezug, erklärt der 33-Jährige: „Seit ich 30 bin, versuche ich, von jedem Tag ein bisschen mehr mitzukriegen als morgens einen Kater.“

Überhaupt, konstatiert Laith Al-Deen, sei er mit „Die Frage wie“ „vom großen Universum in das kleine umgezogen“. Das sei seine „Generalerkenntnis“ als Künstler. Anstatt globale Probleme ansprechen oder universelle Gefühle vermitteln zu wollen, konzentriert er sich jetzt auf das Ich und das Du. Lieder wie „Sag mir, dass du es bist“ und „Halt mich“ bezeugen diese Veränderung. In einer Textzeile heißt es: „Wir können die Welt nicht ändern, verändern nur die Art sie anzusehen“.

Dass seine Musik nirgendwo aneckt und niemanden aufregt, stört ihn nicht. „Es ist auf jeden Fall Mainstream und da bestehe ich auch drauf“, sagt er, der sein letztes Album nach diesem Credo gar „Für alle“ betitelte. Er will mit seiner Musik so viele Leute wie möglich erreichen.

Ende Oktober bricht er auf zu einer Deutschland-Tour, auf der sich die Termine bis Mitte Dezember drängen. Laith will unbedingt seinen Ruf als Live-Musiker aufpolieren, da er sehr wohl weiß, dass er oft als Schmuse-Barde gesehen wird. „Da steht noch einiges aus“, verspricht er. Urlaub gibt es erst Weihnachten – in Mannheim, „der schönsten Stadt Deutschlands“.

Tourdaten:
27.10.2005 Berlin/Columbiahalle
29.10.2005 Rostock/Stadthalle
30.10.2005 Kiel/Max
31.10.2005 Bremen/Pier 2
02.11.2005 Düsseldorf/Tor 3
03.11.2005 Bielefeld/Ringlokschuppen
05.11.2005 Göttingen/Stadthalle
06.11.2005 Dortmund/Westfalenhalle 2
08.11.2005 Köln/E-Werk
09.11.2005 Neu-Isenburg/Hugenottenhalle
11.11.2005 Gießen/Hessenhallen - Halle 4
13.11.2005 Saarburg/Stadthalle
14.11.2005 Lörrach/Burghof
17.11.2005 Erfurt/Messehalle
18.11.2005 Magdeburg/AMO
19.11.2005 Leipzig/Haus Auensee
20.11.2005 Dresden/Alter Schlachthof
22.11.2005 Hamburg/CCH Saal 3
23.11.2005 Oldenburg/Weser-Ems-Halle
24.11.2005 Hannover/AWD-Hall
26.11.2005 Radolfzell/Milchwerk
27.11.2005 München/Tonhalle
28.11.2005 Fürth/Stadthalle
29.11.2005 Ulm/Roxy
02.12.2005 Karlsruhe/Festhalle Durlach
03.12.2005 Stuttgart/Liederhalle
07.12.2005 Mannheim/Capitol

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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