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CD-Tipp

David Wrench - „The Atomic World...”

published: 02.08.2005

David Wrench - „The Atomic World Of Tomorrow” (Foto: Storm)David Wrench - „The Atomic World Of Tomorrow” (Foto: Storm)

Dass aus Großbritannien schräge Vögel herüberfliegen, ist nichts Neues. Aber selbst für britische Verhältnisse ist David Wrench ein Exzentriker. Der fast zwei Meter große Albino in weißem Lederanzug macht allein optisch schon einiges her. Akustisch auch: Alles was seit 1980 „camp“ klang, quetscht er durch den Spritzbeutel, um daraus neue leckere Klangkleinigkeiten zu formen.

Das schmeckt nach Disko, Elektro und Make-Up. David Wrench kombiniert das Pathetische, Theatralische eines Marc Almond mit den sonoren Erzählungen von Divine Comedy und klingt dabei wie Dead Or Alive auf Testosteron. Jeder Song auf „The Atomic World Of Tomorrow” zitiert, was die Popgeschichte hergibt: Bei „Sodium Lights“ glaubt man Jimmy Somerville zu hören. Bei „Baby, You Make Things Hard For Me“ scheinen die Pet Shop Boys durch. Und bei „Superhorny“ exhibitioniert sich die Lust am Pop, wie sie sonst derzeit nur die Scissor Sisters verspüren. Natürlich ist das alles auch hochgradig albern, aber da die Refrains so ansteckend ohrwurmig sind, muss man fast gegen seinen Willen grinsen.

Am Rande bemerkt: Die Covergestaltung hat David von den Beatles abgekupfert. Aber wer hätte mehr Anrecht auf ein „White Album“ als er?

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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