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CD-Tipp

Kaiser Chiefs – „Employment“

published: 05.08.2005

Kaiser Chiefs - Kaiser Chiefs - "Employment" (Foto: Universal)

Franz Ferdinand war nur Thronanwärter. Die Kaiser Chiefs haben sich die Krone schon selbst aufgesetzt. Fulminant geht es los mit einer Tirade an die Adresse der Ex-Freundin: „Everyday I Love You Less And Less“. Sparsam eingesetztes elektronisches Brummen unterstützt die Rockgitarren und den trotzigen Refrain. Dann: „La-a-a-la-la-la-la-la-la“ und ungestüm prescht „I Predict A Riot“ vor. Jaja, die Sprerrstunde im Königreich kann einen schon aufregen…

Nachdenklicher gibt sich “Modern Way”, bevor “Na Na Na Na Naa” aufs Tempo drückt. Melodischer Ohrwurmrock, der nach Supergrass klingt, aber auch die frühen 80er grüßt. Bei „Oh My God“ und „Born To Be A Dancer“ geben die Jungs aus Leeds damit an, dass sie damals Madness gehört haben. Stärkere 60er-Anklänge bietet „You Can Have It All“ und richtig schreien können die Engländer auch („Saturday Night“).

Insgesamt halten die Kaiser Chiefs die Tradition aufrecht, dass die Briten einfach die besseren Melodien haben. Dass Stephen Street (Morrissey/Blur) hinter den Reglern saß, hat der Scheibe sicher auch nicht geschadet: kompakt aber luftig, und vielschichtig aber nicht verfrickelt ist der Erstling geraten. Für die nächsten Jahre sollte den Chiefs „Employment“ sicher sein.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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