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CD-Tipp

R.E.M. – "Collapse Into Now"

published: 21.03.2011

Das Coverfoto des neuen R.E.M.-Albums schoss Anton Corbijn  (Warner) Das Coverfoto des neuen R.E.M.-Albums schoss Anton Corbijn (Warner)

R.E.M. haben sich jahrzehntelang ihre Fans dort gesucht, wo die intellektuelle Hörerschaft des Mainstream-Rock mit Singer-Songwriter-Liebhabern und den Empfindsamen und Nerds dieser Welt überlappt. 20 Jahre nach dem Durchbruch mit dem Album "Out Of Time" und den Hits "Losing My Religion" und "Shiny Happy People" steht jetzt das neue Werk "Collapse Into Now" in den Regalen.

Einfluss Berlins

Ausgerechnet nach Berlin zogen sich Michael Stipe, Peter Buck und Mike Mills zurück, um das Album aufzunehmen. In die Hansa Studios, wo schon David Bowie 1977 "Heroes" einspielte oder U2 1991 "Achtung Baby" entwickelten. Der längere Aufenthalt in der Stadt an der Spree erklärt wohl auch, wie sich das Wort "U-Bahn" in Stipes Texte einschlich.

Zu hören ist es in dem clever betitelten, eckigen "Überlin", einer Zusammenfassung der Atmosphäre in der früher geteilten Hauptstadt. Das Stück vermittelt treffend, wie Berlin zwischen Träumen und Bodenständigkeit oszilliert, und klingt dabei ruppig und sehnsuchtsvoll zugleich.

Ode an New Orleans

Von einer anderen Metropole handelt die Vorab-Single "Oh My Heart", die, obwohl sie radiofreundlichen Oldschool-R.E.M.-Sound bietet, extrem zu Herzen geht. Stipe singt die Ode an das vom Hurrikan Katrina zu großen Teilen zerstörte New Orleans zudem derart gebrochen, dass man als Zuhörer den Tränen nahe ist.

Neben Songs mit viel bekannt Klingendem, Zeitlosem und erwartbar Gutem begrüßt das Trio dann Peaches zu einem Gastauftritt bei dem lauten "Alligator_Aviator_Autopilot_Antimatter". Die kanadische Sängerin verpasst der gestandenen Combo die nötige Dosis rotzige Coolness. Ihr postmoderner Electro-Gender-Punk katapultiert REM voll ins Jahr 2011.



Daneben gehen die Beiträge von Punkrock-Urgestein Patti Smith und Pearl-Jam-Frontmann Eddie Vedder fast unter, obwohl vor allem Smith im Album-Closer "Blue" tiefe Lebenserfahrung und Gefühl transportiert. Bei der visuellen gestaltung der Platte wirkte der inzwischen auch als Regisseur erfolgreiche Fotograf und Videoclip-Director Anton Corbijn mit: Er schoss höchstpersönlich das Coverfoto.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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