Flipsyde im Porträt

Crossover mit Latin-Gitarre

published: 22.08.2005

Wollten mit Eminem touren: Flipsyde (Foto: Public Address) Wollten mit Eminem touren: Flipsyde (Foto: Public Address)

Ein gemischtes Doppel aus Rock und HipHop regt längst niemanden mehr auf. Lange nach Jay-Z und Linkin Park und noch länger nach Limp Bizkit gibt es diesen Sound jetzt auch von Flipsyde.

Neu bei der Band aus Oakland ist, dass sich zwischen ihr Hardcore-Gerumps - weißem Rock-Gesang und tiefschwarzen Rap - plötzlich Latin-Gitarren quetschen. Eine ganz neue Klangfarbe im Crossover. „Wir haben das nicht bewusst gemacht, um einen neuen Stil zu kreieren oder einen neuen Markt anzusprechen“, gibt Wortführer Piper zu Protokoll. „Wir haben einfach jeder das beigetragen, was uns ausmacht. Und wir zusammen klingen eben so.“

Den Rockeinfluss stammt von Steve Knight, dem bleichen, wortkargen Sänger, der selten seine Sonnenbrille absetzt. Den Latino-Sound spendiert der Südamerikaner Dave Lopez, der sympathische Gitarrist. Und den HipHop verkörpern DJ D-Sharp und Rapper Piper. Zusammen ergibt das eine explosive Mischung, wie bereits an der dynamischen Single „Someday“ zu erkennen.

Dass die Vier auch ein pädagogisches Anliegen haben, verrät ihr Song „U.S. History“, auf dem sie in fünf Minuten die US-amerikanische Geschichte referieren. Piper, der aus der Sozialarbeit kommt, ist das ganz ernst damit. „Die jungen Leute, die keine Lust haben, Bücher zu wälzen, können unseren Song hören und eben so die wichtigsten Fakten erfahren. Das ist doch eine gute Sache!“ Es sind noch weitere Knaller wie „Revolutionary Beat“ und „Skippin Stones“ auf ihrem Debütalbum. Die CD “We the People” erscheint am 22. August.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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