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CD-Tipp

Jens Friebe – „In Hypnose“

published: 05.09.2005

Jens Friebe - Jens Friebe - "In Hypnose" (Foto: Labels)

Jens Friebe. Wer sein Debütalbum „Vorher Nachher Bilder“ im letzten Jahr hörte, hat sich den Namen bestimmt gemerkt. Allen anderen empfiehlt sich der hochgelobte Künstler des Labels Zickzack Records mit „In Hypnose“. Wer Blumfeld und Tocotronic mag, aber einem größeren Schuss Pop nicht abgeneigt ist, wer bei Juli und Silbermond Originalität und Tiefe vermisst, wer sich wünschte, Kettcar oder Element Of Crime hätten einen weniger kernigen Leadsänger, der hat in dem Wahlberliner gefunden, was er sucht.

Den Auftakt setzt „Kennedy“. Zum „Stand-By Me“-Groove fordert Jens Friebe, dass wir ihn feiern, wie er fällt. Wie JFK. Wie ein Blatt im Herbst. Dann wird er als „Lawinenhund“ wiedergeboren und möchte uns zudecken, uns Schnaps geben und ablecken. In der Tat sucht Jens Friebe, wie das Ich im Song behauptet, das Leben: Floskeln, tote Metaphern, alles Erstarrte der Sprache meidet er. Frisch, naiv und blitzgescheit ist das Ergebnis.

Lässt man sich darauf ein, findet man sich plötzlich an der „Theke mit den Toten“ wieder oder auf dem Schützenfest, im Haus mit 1000 Spiegeln: „Wir zwei an einem Bungeeseil/ Wär das nicht geil?“. Und nachdem er besingt, wie er „10.000 Zeichen kalt“ über T-Shirt-Stände und Gitarrenwände schreibt, streckt er noch der ehrgeizigen Konsumgeneration die Zunge raus („Jede Menge Ziele“). Sein Equipment, das nach Hobbykeller klingt, zischt und ziept erfreut. Retro-Elektropop, ein paar Geräuschsamples, eine angenehme Stimme. „In Hypnose“ ist ein Album, das mit jedem Hören gewinnt. Man sollte es kaufen.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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