Miss Li im Porträt

Nicht perfekt, aber wunderbar anders

published: 18.07.2011

Miss Li veröffentlicht ihr Album "Beats and Bruises" (Foto: Public Address) Miss Li veröffentlicht ihr Album "Beats and Bruises" (Foto: Public Address)

In der Kleinstadt Borlänge fühlte Linda sich auch modisch eingeengt - nun kreiert sie ihre eigene Kleidung (Foto: Public Address)In der Kleinstadt Borlänge fühlte Linda sich auch modisch eingeengt - nun kreiert sie ihre eigene Kleidung (Foto: Public Address)

Linda Carlsson alias Miss Li findet für vieles unkonventionelle Lösungen. Auch die Musik stand nicht etwa - wie bei den meisten anderen Künstlern - schon immer als ihr Berufswunsch fest. Eines Nachts 2006 wachte die 28-Jährige mit dem Willen auf, sich ein Klavier zu kaufen und eigene Songs zu schreiben. Nach zwei Wochen hatte sie den Termin für ihr erstes Konzert festgelegt und in nur fünf Monaten begleitete sie ihre Stimme so gut mit dem Klavier, dass sie in Schweden zum Star wurde. "Meine Musik war nicht perfekt, aber so wollte ich es. Perfekte Musik mag ich nicht."

Drei Alben in einem Jahr

Im ersten Jahr sprühte sie nur so vor Tatendrang und veröffentlichte drei Alben. Diesen Schaffensdrang löste wohl der Umzug aus ihrem kleinen Geburtsort Borlänge nach Stockholm aus. "Endlich konnte ich mich frei entfalten. In meiner Heimatstadt war ich künstlerisch eingeengt. Dort müssen zum Beispiel alle die gleichen Jeans und T-Shirts tragen, um nicht schief angeguckt zu werden. Nun schreibe ich Lieder und kreiere meine eigene Kleidung". Musik nichts Neues für Miss Li, nur hatte sie damals gedacht, dass die Musik immer ein Hobby bliebe. Damals sang sie in Bars manchmal vor Betrunkenen. Als Kind trällerte sie zu Aretha Franklin und Janet Joplin. Aber sie ist auch ein Fan von Rammstein - was man dieser zierlichen Person auf den ersten Blick gar nicht zutraut.

Miss Li (23 Bilder)

Miss Li
Miss Li
Miss Li
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Verwirrende Kombination

Noch etwas Verwirrendes gibt es an Miss Li: Sie schreibt Lieder, bei denen Musik und Text nicht zusammenpassen - und kombiniert melancholische Texte mit fröhlichen, beschwingten Melodien. Die Skandinavierin erklärt das so: "Ich versuche, nicht allzu deprimiert zu sein, auch wenn es mir schlecht geht." Im letzten Jahr fing sie sich, vermutlich in Deutschland, Salmonellen an einer Imbissbude ein, die sie sechs Monate lang so sehr schwächten, dass sie nicht einmal mehr laufen konnte. Trotz ihrer Schmerzen tourte sie weiter und legte erst eine Pause ein, als gar nichts mehr ging.

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