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CD-Tipp

Jackie Leven – „Elegy For Johnny Cash“

published: 15.09.2005

Jackie Leven - Jackie Leven - "Elegy For Johnny Cash" (Foto: Cooking Vinyl)

Dieser Mann hat in seinem Leben noch kein schlechtes Album aufgenommen. Ansonsten hat Jackie Leven allerdings schon vieles falsch gemacht: Er stritt sich mit Gangs herum, irrte ziellos herum, wurde wahnsinnig, soff, ließ sich fast erwürgen und verfiel der Heroinsucht. Inzwischen ist er clean und führt ein vergleichsweise stetes Leben im Westen Schottlands. Dort findet der Singer/Songwriter so viel Zeit für die Musik, dass er seit 1994 fast jedes Jahr ein hervorragendes Album veröffentlichen kann.

Manchmal sogar zwei. Kaum sind die Jubelschreie verklungen, die seine letzte CD „Jackie Leven Said“ auslöste, schiebt der Schotte „Elegy For Johnny Cash“ hinterher. Nicht alle der zwölf Stücke beschäftigen sich explizit mit dem „Man in Black“, dem großen Country-Künstler, der im vorletzten Jahr starb. Den Titelsong hat Leven Cash auf den Leib geschrieben und er hätte sicher wunderbar von ihm intoniert werden können. Der Schotte schlägt sich aber selbst auch wacker. Bei "The Law Of Tide" fühlt sich dann Gastsänger Robert Fischer von Willard Grant Conspiracy in den Amerikaner hinein.

Auch der Rest des Albums beeindruckt durch Tiefe und das souveräne Spiel mit verschiedenen Gernres. Dabei klingt Leven nie überzeugender als dann, wenn er singt: „Yes, ‚I’ve kissed the barman’s hand and yes, I’ve crossed his palm with gold“, selbst wenn es im leicht reaggae-rappigen "All The Rage" ist. Toll ist ebenfalls das schleppende "King Of The Barley", ein Trinkerlied allererster Güte. Wie gesagt, Jackie Leven hat noch keine schlechte Platte gemacht. Der Kelte kann alles.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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