Julia Marcell im Porträt

Musikalischer Juni

published: 01.11.2011

Die polnische Musikerin Julia Marcell hat sich für ihr zweites Album von Berlin beeinflussen lassen (Foto: Public Address) Die polnische Musikerin Julia Marcell hat sich für ihr zweites Album von Berlin beeinflussen lassen (Foto: Public Address)

Julia Marcell stammt aus dem Nordosten Polens. Nicht gerade der beste Ort, um eine Musikkarriere zu starten. Gerade im Vergleich zu ihrer neuen Heimat Berlin kann das kleine Dorf Olsztyn kaum mithalten. "Polen ist für mich Familie, das Essen, die Musik und die Kultur, mit der ich aufgewachsen bin", sagt die junge Musikerin. "Polen ist wie eine Mutter für mich und Berlin ist mein neuer, aufregender Freund, den ich gerade kennen lerne." Dieser neue Freund hat die Musik der Sängerin, Pianistin und Violinistin beeinflusst. Ihre Stücke erinnern an Künstler wie Björk oder Florence Welch. Mit ihrer elfengleichen Stimme verzaubertete die Frau mit der süßen Zahnlücke bereits Menschen auf ganzen Welt. Wer Julia Marcell schon von ihrem Debütalbum "It Might Like You" kennt, wird allerdings überrascht sein, wie anders ihr zweites Album klingt.



Julia Marcell - Matrioszka


"Juni ist der Monat für etwas Neues"

Die neue Platte heißt "June", ein Titel mit einer besonderen Bedeutung für Julia Marcell, die als Julia Górniewicz geboren wurde. "Juni war für mich schon immer der Monat, in dem so viel neues passieren kann. Sei es damals als Schulkind, wenn endlich die Ferien anfingen, oder in der Zeit als Teenager, wenn man im Sommer verreiste und neue Leute kennen lernte", erinnert sie sich "Für mich war Juni auch der Monat, in dem ich meine Heimat Polen verlassen und mich in eine neue Stadt begeben habe. Es steht also für eine Art Veränderung, sei es eine Große oder Kleine." Diese Veränderung ist auf dem zweiten Album zu spüren. "June" ist lebendiger und vor allem rhythmusstark. Das mag daran liegen, dass sie auf ihrer Tournee im Zusammenspiel mit einem Live-Drummer eine neue Art des Komponierens für sich entdeckt hat. "Es gab bereits auf meinem ersten Album eine gewisse Präsenz von Rhythmus und die hat mir so gut gefallen, dass ich sie auf 'June' noch verstärkt mit einbringen wollte." So rückt für "June" das Piano in den Hintergrund - vorne steht perkussive Vielfalt.

Julia Marcell (24 Bilder)

Julia Marcell
Julia Marcell
Julia Marcell
Julia Marcell


"Wie das Malen von Bildern"

"Ein großer Unterschied im Vergleich zu meinem ersten Album ist auch der Verzicht aufs Geschichtenerzählen", betont Julia. "Ich möchte dem Zuhörer auf 'June' keine vorgefertigte Story auftischen. Ich male viel mehr Bilder und jeder kann sich dazu denken, was er will." Auch die Videos der gebürtigen Polin, beispielsweise der Clip zur ersten Single-Auskopplung "Matrioszka", sind wie sich bewegende Bildbände mit unterschiedlichsten Motiven. Kombiniert mit ihrer elfengleichen Stimme und den vielschichtigen Klangerlebnisse ihrer Musik machen "June" zu einem Muss im persönlichen CD-Regal.

[Elena Navarro Ramil ]

Amazon

Links

Offizielle Homepage von Julia Marcell

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung