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CD-Tipp

Smokehand - „The Last Train“

published: 11.10.2005

Smokehand - „The Last Train“ (Foto: Broken Silence)Smokehand - „The Last Train“ (Foto: Broken Silence)

Mit seinem Debütalbum „The Last Train“ hat das elektrische Quartett aus Cardiff ein einzigartiges Werk geschaffen. Einzigartig ist es, weil man die Musik von Adam Stangroom, Andy Sherlock, Dan Greensmith und Ben Stokes nur schlecht in ein bestimmtes Genre einordnen kann. „The Last Train“ ist eine Mischung aus Jazz, Latin, Klassik und Pop. „Als würde Scott Walker Songs von Tom Waits oder Nick Cave singen“, bejubelte die britische Presse die CD.

Das ganze Album ist die Offenbarung eines Romantikers, der sich im Chaos einer großen Stadt verloren hat, der nach seinem Weg sucht und ihn nicht findet. "All I want is just my time, time to make my life complete", behauptet Stagnroom. Das Gefühl der Verlassenheit bestimmt alle Songs. Die einsame Stimme des Sängers scheint wechselweise aus einer Pariser Kellerbar oder einer schäbigen Mietskaserne am Rande der Stadt an das Ohr des Zuhörers zu dringen. Man hört ihre wütende Proteste, die langsam ruhiger werden und sich plötzlich in ein leises, intimes Gebet verwandeln. Dann wirkt die Stimme lyrisch und vertraulich. Die Geschichte, die erzählt wird, ist die über einen jungen Mann, der seine Geliebte verloren hat.

"Falling" und "Sweet Blue Eyes", die dem selben Thema gewidmet sind, bilden die Höhepunkte des Albums. Beide Songs erzählen die Geschichte der unglücklichen Liebe - auf unterschiedliche Weise. Im ersten beschuldigt der Sänger seine Geliebte, im zweiten ist er ihr für alles dankbar. "She is the one to love", behauptet er allen Missverständnissen zum Trotz.

Wer "The Last Train" nicht verpasst, wird das Album genießen.

[Julia Davydova]

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