DVD-Tipp

Cream - "Royal Albert Hall"

published: 13.10.2005

Cream - "Royal Albert Hall"  (Foto: Warner) Cream - "Royal Albert Hall" (Foto: Warner)

Die Band Cream existierte zwischen 1966 und 1968 nur zwei Jahre, wirkte aber als erste Supergroup der Rockgeschichte sehr nachhaltig. Deshalb waren die vier 37 Jahre später stattfindenden Konzerte im Mai 2004 in der Royal Albert Hall auch sofort ausverkauft – die Menschen kamen aus nahezu allen Teilen der Erde nach London.

Und die jetzt erschienene Doppel-DVD mit 150 Minuten Spieldauer im 5.1-Surround-Sound beweist, dass es sich für die Leute gelohnt hat. Cream, also Eric Clapton, Ginger Baker und Jack Bruce, sind als Musikerpersönlichkeiten, aber auch als Band hörbar gereift und der exzellente Sound tut ein übriges, damit Cream-Klassiker wie „Badge“, „Born Under A Bad Sign“ und „Crossroads“ erheblich intensiver nachklingen als die frühen Aufnahmen.

Wer sich „Royal Albert Hall, May 2-3-5-6“ nach Hause holt, wird daran viel Freude haben. Denn Schlagzeug-Altmeister Ginger Baker, zwischenzeitlich mit Studien afrikanischer Polyrhythmic beschäftigt und ganz und gar dem Jazz zugewandt, trommelt mit einer unerhörten Leichtigkeit die komplexesten Kapriolen. Urkomisch auch, wie er den schwarzen Humor des Titels „Pressed Rat And Warthog“ so lakonisch gesanglich umsetzt. Extensive Improvisationen zeigen, dass auch Clapton und Bruce nicht nur wegen des Geldes wieder zusammen spielen, denn statt blanker Selbstzitate gibt es hier Lehrstunden in Sachen Rockgeschichte.

Die Gitarrenfreaks unter euch werden feststellen, dass Eric Clapton irgendwann in den 37 Jahren die gute alte Gibson in den Schrank gestellt hat – er spielt eine Fender..

[Karl Günter Rammoser]

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www.cream2005.com

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