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Melissa Etheridge – „Greatest Hits...“

published: 19.10.2005

Melissa Etheridge – „Greatest Hits...“ (Foto: Universal) Melissa Etheridge – „Greatest Hits...“ (Foto: Universal)

Das von Tom Petty übernommene, raue “Refugee” eröffnet diese Zusammenstellung der größten Erfolgssongs der Selfmade-Rock-Megaverdienerin Melissa Etheridge. Einen „weniger ausgetretenen Weg“ hat die Singer/Songwriterin mit der vollen, kratzigen Stimme im Musikgeschäft tatsächlich gewählt. Als erst zweite Sängerin (nach k.d. lang) outete sie sich als lesbisch und hatte in der Folgezeit mit den Reaktionen einer vorurteilsbeladenen Öffentlichkeit umzugehen. Seit Ende der 80er bis heute schreibt sie ungerührt persönliche und emotionale Songs, die musikalisch zwischen Bonnie Raitt, Bruce Springsteen und Bon Jovi angesiedelt sind.

Ihre frühen Songs beschäftigten sich fast ausnehmslos mit Gefühlstumulten, dem Kampf um Liebe und Beziehungsproblemen. Vor allem „Like The Way I Do“ und „Bring Me Some Water“ stürmten die Singlecharts. Nach dem Ohrwurm “Come To My Window” wurden die Hits seltener. Nach einer kurzen optimistischen Phase („Lucky“) setzte sich Etheridge verstärkt mit gesellschaftlichen Problemen und ihrer Verzweiflung angesichts der Brustkrebs-Diagnose auseinander („I Run For Life“).

Fünf bisher unveröffentlichte Lieder finden sich auf „Greatest Hits – The Road Less Traveled“, darunter eine Aufnahme der Janis-Joplin-Nummer „Piece Of My Heart“ - ein Song, den sie zusammen mit Joss Stone bei den diesjährigen Grammy-Awards performte. Dass Etheridge diese Sammlung als “erste Halbzeit” ihrer Karriere bezeichnet, ist angesichts der geheilten Krebserkrankung und ihrer immer noch guten weltweiten Album-Verkäufe wahrscheinlich sogar berechtigter Optimismus.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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