CD-Tipp

"Konzert für Papst Benedikt XVI."

published: 16.11.2005

Die Regensburger Domspatzen - "Konzert für Papst Benedikt XVI." (Foto: Koch Universal)Die Regensburger Domspatzen - "Konzert für Papst Benedikt XVI." (Foto: Koch Universal)

Bald ist Weihnachten und du hast noch kein Geschenk für Tante Mira oder Opa Franz? Dann hergehört: Die Regensburger Domspatzen waren am 22. Oktober in die Sixtinische Kapelle im Vatikan eingeladen und sangen dort Benedekt XVI. und anderen höchsten kirchlichen Würdenträgern sakrale Lieder vor.

Die Verbundenheit der Domspatzen mit Rom kommt daher, dass Papst-Bruder Georg Ratzinger diesen Chor jahrelang leitete. Vor seinem Job als Petrus-Nachfolger war Joseph Ratzinger übrigens selbst in der Stadt - als Theologieprofessor an der Regensburger Uni. Als Benedikt XVI. drückt er seine Dankbarkeit für die musikalische Zerstreuung nun in einem persönlichen Grußwort aus, das im Booklet dieser CD abgedruckt ist. Wenn das nichts ist!

Die auf der CD vorgestellten Titel gleichen einem Gang durch das liturgische Kirchenjahr. Zum Advent gibt es einen Gregorianischen Choral. Eine Reihe von mehrstimmigen Vertonungen behandelt die Liturgie "Pro Pontifice" - das Papst-Thema ist überall. Orgelbegleitung gibt es für eine vierstimmige Antiphon, was das Repertoire ein wenig in die Kirche am Dorfplatz zurück holt. Zahlreiche weitere Gesänge sind zu entdecken: Von Motetten bis Missa - hier gibt es Kirchenmusik von Pierluigi da Palestrina, Mozart, Bruckner und Liszt.

Was kann schon Schlimmes passieren, wenn du deinen verehrten Verwandten der älteren Generation diese CD in die Hand drückst? Klar: Sie könnte sofort in den Player wandern und euren familiären Weihnachtsgans-Genuss akustisch untermalen. Aber mal im Ernst: "Jingle Bells" oder "O Tannenbaum" sind, weil millionenmal gehört, viel nerviger. Denk einfach dran, was alles Gutes geschehen kann, wenn du deinen Lieben eine Freude machst und sie mit diesem so kenntnisreich ausgewählten musikalischen Kleinod überraschst! Und nein, ich meine natürlich nicht den fetten Schein, den Opa Franz dir gerührt zustecken wird. In diesem Sinne.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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