Danny Wood im Interview

"Eine faire Chance"

published: 22.07.2003

Danny Wood (ehemals New Kids On The Block) im Interview (Foto: Public Address) Danny Wood (ehemals New Kids On The Block) im Interview (Foto: Public Address)

Früher brach Danny Wood reihenweise Mädchenherzen. Als Mitglied der US-Teenie-Boyband New Kids On The Block (NKOTB) lagen dem smarten Amerikaner weltweit Millionen von Teenies zu Füßen, kopierten die Outfits und Tanzschritte ihrer Idole und drohten bei Bekanntgabe des Endes der Band mit Selbstmord. Heute ist NKOTB Geschichte, aus den kreischenden Mädchen sind erwachsene Frauen geworden und auch die Jungs der einst berühmtesten Pop-Band sind heute gestandene Männer mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten. “Second Face” ist der musikalische Neuanfang von Danny Wood - härter und direkter präsentiert sich sein Sound und eines steht fest: Heute schnallt Danny lieber die Gitarre um, als in Boyband-Manier oder wie Justin Timberlake über die Bühne zu hüpfen.

Was fällt dir zu Deutschland und zur deutschen Kultur ein?
Danny Wood: “Bier – nein, war nur Spaß. Ich bin sehr froh, dass mein Album zuerst in Deutschland rauskommt, denn die Menschen hier sind sehr offen – offener, als der Rest der Welt. Ich denke also, dass die Deutschen mir eine faire Chance geben werden.”


Hast du auch schon zur NKOTB-Zeit so positive Erfahrungen mit den Deutschen gemacht?
“Ja, klar.”

Verurteilen die Amerikaner dich?
“Ja, sie haben immer noch in den Köpfen, dass ich Mitglied in dieser Gruppe war. Für die bin ich immer noch ein ´New Kid On The Block`.”

Und du möchtest mit der Gruppe nichts mehr zu tun haben?
“Doch, schon. Das war ja die größte Sache, die ich je gemacht habe, und ich weiß, dass die Menschen Fragen darüber haben. Ich will einfach nur, dass die Leute mir eine faire Chance geben, denn ich habe für mein neues Album wirklich sehr hart gearbeitet.”

Du meinst, dass die Leute Vorurteile dir gegenüber haben?
“Ja, einige auf jeden Fall und zwar überwiegend negative Vorurteile. Gerade jetzt, wo es die ganzen anderen Boybands gibt, wird man schnell in eine Schublade gesteckt.”

Was ist das Beste daran, nun alleine auf der Bühne zu stehen?
“Es sind nicht vier andere Typen mit mir da oben (lacht)! Nein, es gibt diese ganzen Streitereien nicht mehr, niemand ist ständig böse auf dich und der ganze Kram, den es in einer Gruppe so gibt.”

Habt ihr euch bei NKOTB gestritten?
“Natürlich.”

Worüber?
“Geld, welche Songs gespielt werden – eben so die üblichen Sachen, über die man streitet, wenn man in einer Gruppe ist.”

Im Booklet zu deinem Album erwähnst du ja auch die Leute, die dir noch Geld schulden...
“Es ist eben so: Wenn du Geld hast, dann kommen die Menschen zu dir und rutschen auf Knien, damit du ihnen Geld leihst. Und sie schwören, dass sie es auf jeden Fall zurückzahlen werden – aber du wirst keinen Cent mehr davon sehen.”

Bist du denn als Solo-Künstler verletzlicher als vorher?
“Nein. Ich habe vor nichts mehr Angst.”

Deine Frau, Patti, unterstützt dich auch beim Songwriting...
“Bei einigen Liedern, ja.”

Ist es nicht ein schwieriges Unterfangen, mit der Person, die man liebt, zusammenzuarbeiten?
“Nö. Sie schreibt zu Hause die Texte, die ich dann mit ins Studio nehme und vertone. Wir arbeiten also nicht richtig zusammen und das ist auch gut so. Das Album sollte ja mich persönlich beschreiben. Sie hat also ein paar Ideen geliefert und ich habe sie vollendet.”

Waren die anderen Mitglieder von NKOTB zu deiner Hochzeit eingeladen?
“Nein. Wir sind zur Hochzeit geflüchtet.”

Du hast vier Kinder. Wenn man verliebt ist und eine Familie hat, hat man da noch Lust, Lieder über Liebeskummer zu schreiben?
“Es ist doch babyleicht über Liebeskummer zu schreiben! Ich schreibe wirklich lieber über Dinge, die etwas anspruchsvoller sind.”

Hast du auch einen Song über den Tod deiner Mutter geschrieben?
“Ja, es ist das Lied ´Home`.”

Donnie Wahlberg war schon zu Bandzeiten und ist auch heute noch dein bester Freund. Bist du ein Teil der Wahlberg-Familie?
“Ja, und er ist Teil meiner Familie.”

Und die anderen NKOTB-Mitglieder?
“Naja, wir sind immer noch Freunde, aber wenn ich einen Rat bräuchte, würde ich auf jeden Fall Donnie anrufen.”

Worauf bist du am meisten stolz, wenn du auf die Zeit mit NKOTB zurückblickst?

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