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DVD-Tipp

Fates Warning - „Live in Athens“

published: 17.11.2005

Jim Matheos von Fates Warning (Foto: Public Address) Jim Matheos von Fates Warning (Foto: Public Address)

Seit zwei Jahrzehnten sind Fates Warning Vorreiter des Progressiv Metal, ohne in das oftmals vertretene verspielte Frickeln dieses Genres zu verfallen. Die Location, in der die DVD „Live in Athens“, aufgenommen wurde, der Athener Club Gagarin, passt genau zur Band und ihrer Musik - hat der Zuschauer doch im ersten Moment den Eindruck, eine Aufnahme aus dem Jugendzentrum von nebenan zu sehen.

Dies ändert sich schlagartig, sobald Jim Matheos (g) und Joey Vera (b) den musikalischen Druck aufbauen, in dem sich Ray Alder (v) mit seiner gefühlvollen und intensiven Stimme bewegen kann. Unterstützt wurden Fates Warning in Athen von Nick D´Virgillo (Spock´s Beard) am Schlagzeug und dem ehemaligen Bandmitglied Frank Aresti an der Rhythmusgitarre.

Funktioniert „One“ noch als Opener, so ist schon beim zweiten Song „A Pleasant Shade Of Gray Part 3“ aus dem 1997 erschienen gleichnamigen Konzeptalbum die Verbindung zum Publikum geschaffen. Mit „Life In Still Water“ geht es dann in die Anfangsphase von Fates Warning zurück, abgelöst von dem extrem wuchtigen „Simple Human“ des aktuellen Albums „FWX“. Zwei Stücke, die extrem gut nacheinander funktionieren, da bei beiden die Kombination aus Tempowechseln, Akkustikelementen und treibendem Baß den Sound der Prog-Metaller ausmachen.

Auch den Wechsel aus der progressiven Ecke hin zum reinen und schmucklosen Heavy Metal beherrschen die Amerikaner spielend, wie sie mit „Pieces Of Me“ belegen. Gerade bei Vera scheint diese Head-Bang-Nummer aus dem Herzen zu kommen, was mit seiner Vergangenheit bei Anthrax zu tun haben mag. Einer Ballade am nächstem kommt „Quietus“ mit seinem langen, ruhigen Anfang. Hier können Matheos und Alder das zeigen, was sie so meisterlich beherrschen: die Zusammenarbeit von Leadsänger und Leadgitarrist, mit dem gegenseitigen Zuspielen von Themen und Melodien.

Nachdem es mit der Fates-Warning-Hymne „Point Of View“ noch einmal etwas zum Moshen und Mitsingen gibt, kommt mit „Still Remains“ ein sehr ruhiger Song, der gleichzeitig der Höhepunkt des Gigs ist. Wird Alders Stimme sonst nur von Gitarre und Baß getragen, so kommt hier ein Synthesizer als neues Element dazu. Als Bediener und Special Guest gibt sich Kevin Moore (Ex-Dream-Theater und OSI) die Ehre. Auch wenn er ein wenig verloren vorne links am Bühnenrand steht, so führt doch die Zusammenarbeit von Moore, Matheos und Aresti zu einem fast orchestralen Sound.

Durch die ständige Neu- und Umbesetzung und nicht zuletzt durch viele Gastauftritte haben sich Fates Warning mittlerweile fast zu einer Progressiv-Metal-Supergroup entwickelt, ohne dabei das eigene Gesicht zu verlieren. Kein Prog-Metal-Projekt ohne die Schlagzeuglegende des Genres: Mike Portnoy (Dream Theater, Liquid Tension Experiment und OSI). Beim Headway-Festival nahm er die Sticks in die Hand. Wenn auch das Drum-Kit für seine Verhältnisse durch Schlichtheit besticht, so trommelt sich Portnoy mit Begeisterung durch „Another Perfect Day“ und „The Eleventh Hour“. Natürlich nicht, ohne dem Ganzen durch Clownereien seinen Stempel aufzudrücken.

Abgerundet wird „Live in Athen“ durch einen Blick hinter die Kulissen. Als Bonusmaterial gibt es Ausschnitte aus Proben und Soundchecks aus dem bulgarischen Fernsehen. Wer auf gradlinigen und musikalisch anspruchsvollen Progressiv-Metal steht, der kommt an dieser DVD nicht vorbei.

[Volker Ruckelshauss]

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Links

www.fateswarning.com

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