DVD-Tipp

"Krieg der Welten"

published: 22.11.2005

"Krieg der Welten" (Foto: Paramount) "Krieg der Welten" (Foto: Paramount)

Zahlreiche stereotype Motive aus Katastrophenfilmen und Alien-Invasion-Schockern umgeht Steven Spielberg in seiner Fassung von "Krieg der Welten". Es werden keine Wahrzeichen zertrümmert, es es gibt keine Nachrichten-Teams, die sich an den Orten der Verwüstung um die besten Bilder streiten, und der Film verzichtet auf Karten, die das Ausmaß der Zestörung im Überblick dokumentieren. Stattdessen erzählt die neue Hollywood-Fassung von H.G. Wells litrarischer Vorlage die Ereignisse aus der eingeschränkten Perspektive des Kranführers Ray (Tom Cruise).

Der geschiedene Arbeiter ist ein sorgloser Kerl, der bei seinen Nachbarn beliebt ist, aber seine Kinder vernachlässigt, die bei seiner Ex-Frau leben. Als diese für ein paar Tage ihre Eltern in Boston besuchen will, lädt sie die kleine Rachel und ihren aufmüpfigen Bruder Robbie bei Ray in New Jersey ab.

Ausgerechnet dieses Wochenende haben sich die Außerirdischen für die Zerstörung der Menschheit ausgesucht. Erklärungs- und erbarmungslos zerstören sie alles, was sie auf der Erde vorfinden. Im Angesicht des apokalyptischen Chaos' erwacht in Ray der Beschützerinstinkt. Mit seinen Kindern im Schlepptau macht er sich auf den Weg nach Boston. Oder sind die extraterrestrischen Besucher auch dort schon eingefallen?

Spielberg setzt in diesem Science-Fiction-Kracher wieder auf massenkompatible Effekte, dramaturgische Stringenz und eine familienfreundliche Ideologie. Für Liebhaber eines solchen Kinos bietet die zweite DVD reichlich Mitschnitte der Dreharbeiten, Interviews mit Regisseur und Hauptdarsteller und einen Rückblick auf die bisherigen Filmadaptionen der Geschichte von H.G. Wells. Sogar Enkel und Urenkel des Literaten haben die Macher aufgetan und vor die Kameras gezogen. Der Aufpreis für die Spezialedition lohnt.

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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