Angus Stone

Neil Young neu erfunden

published: 08.02.2013

Angus Stone überzeugt mit den Songs seines Albums "Broken Brights" (Foto: Public Address)Angus Stone überzeugt mit den Songs seines Albums "Broken Brights" (Foto: Public Address)

Heimlich, still und leise spielt sich ein australischer Singer/Songwriter mit Gitarre und Banjo in den Vordergrund. Erst sind es die kleinen Clubs - jetzt schon die großen Hallen. Betrachtet man nur das junge Publikum, könnte man eine Lana del Rey oder einen Olly Murs auf der Bühne vermuten. Aber da steht ein Waldschrat mit Zottelbart, strähnigen Haaren und Hut und singt seine großartigen Songs vom Debütalbum "Broken Brights": Angus Stone.

Optisch ein Hippie-Revival

Zwar sind Lieder wie "Apprentice of the Rocket Man", "Monsters" oder das überragende "The Wolf and the Butler" durchaus an Bob Dylan und Neil Young orientiert, aber das hier ist nur optisch ein Hippie-Revival aus den 70-er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Denn keiner der Vorbilder von Angus Stone kommt mit so wenigen Worten, so sparsamen Akkorden aus, um mit leisen Tönen eine immense Wirkung zu erzeugen. Das sie auch laut können, zeigen Stone und seine fünf Mitmusiker gegen Ende des Konzertes, als sie die Halle in wuchtigen Psychedelia-Riffs ertränken.

Ohne seine Schwester

Eingeweihten Musikfreunden ist Angus Stone kein Unbekannter: Sieben Jahre lang zog er mit seiner Schwester als Angus & Julia Stone durch die Welt - wie schon die Eltern John & Kim Stone, in Australien bekannte Folksänger. Erst als sich Brüderlein und Schwesterlein im Jahre 2011 entschlossen, Soloalben zu veröffentlichen, war dieses Märchen zu Ende: Julias Album floppte - Angus Stones Erstling könnte irgendwann einmal als eines der einflussreichsten Alben der 2010-er gelten. Denn er hat die größten musikalischen Tugenden jener 70-er-Jahre einfach für seine Generation neu erfunden!

[Günter Rammoser]

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