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CD-Tipp

The Strokes - "First Impression of Earth"

published: 17.01.2006

The Strokes - "First Impression of Earth" (Foto: Sony BMG) The Strokes - "First Impression of Earth" (Foto: Sony BMG)

Gute Freunde lassen sich in zwei Kategorien einteilen: erstens die, die man auf Anhieb total sympathisch findet und mit denen es kaum Reibungspunkte gibt. Zweitens die, die man anfangs überhaupt nicht leiden kann und bei denen man erst mit der Zeit merkt, welch ein Goldstück sich hinter der vermeintlichen Nervensäge verbirgt.

Dieses Phänomen gibt es nicht nur bei Menschen, auch bei Platten, die einen - wie leider nur die wenigsten Freundschaften - oft ein Leben lang begleiten. Bei mir war das erst kürzlich der Fall und zwar bei den Strokes-Alben "Room On Fire" und "First Impression Of Earth". Die Songsammlung von 2003 war gleich beim ersten Hören der Knaller und ist es bis heute. Mit den aktuellsten künstlerischen Ergüssen der New Yorker-Band, zusammengefasst unter dem Titel "First Impression Of Earth", sieht es da ganz anders aus.

Die wenig eingängigen Gitarren gingen mir beim anfänglichen Hören auf die Nerven und Anlehnungen an Größen wie Barry Manilow ("Razorblade") oder Iggy Pop ("Heart In A Cage") wirkten eher einfallslos als innovativ. Aber - zu früh verurteilt. Denn obwohl es mich eigentlich annervte, konnte ich das Album nicht aus dem CD-Player nehmen. Ob es an der Schlichtheit der Stimmen, den dann doch faszinierend-frickeligen Gitarren oder Julian Casablancas' selbstverliebten Texten liegt, wenn er singt "My feelings are more important than yours", kann ich nicht sagen, aber The Strokes haben es geschafft: Sie haben mich rumgekriegt. Denn obwohl sie erst nicht die alten Freunde zu sein schienen, die ich von "Room On Fire" kannte, sind sie irgendwie doch die Alten - nur anders eben.

[Sonja Ritter]

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