CD-Tipp

Autumn - "Summer`s End"

published: 08.08.2005

Autumn – "Summer’s End" (Foto: Universal/The Electric)Autumn – "Summer’s End" (Foto: Universal/The Electric)

Während für viele Menschen das Ende des Sommers meistens die bedrückende Tatsache ist, dass die warmen Tage nun gezählt sind, gelingt es anderen, dem trüben Wetter auch seine gute Seite abzugewinnen. Diese schimmert besonders dann durch die dunklen Stunden, wenn man sich in eine Stimmung versetzen kann, die zur Jahreszeit passt und sich dazu mit der richtigen Musik umgibt. Einen Soundtrack für besinnliche Schlummerstunden liefert die bezeichnenderweise betitelte Gruppe Autumn allerdings nicht.
Ihr zweites Album "Summer"s End" ist eher der musikalische Hintergrund für Schnee verstöberte Horrorautofahrten auf verlassenen Landstraßen, bei denen keiner so genau weiß, wo sie enden werden. Mit einer treibenden Mischung aus Gothic und Metall, die ihnen frontal wie der eisige Wind ins Gesicht peitscht, stürmen die sechs Holländer auf gut Glück drauf los und kommen nicht ganz da an, wo man es erwartet hätte. Die Konstellation der Band ist nämlich nicht neu, steht mit Nienke de Jong doch ähnlich wie bei den erfolgreichen Landsmännern von Within Temptation eine Frau am Mikrophon. Auf Grund von Bandbesetzung und Herkunft allerdings einen Vergleich heranziehen zu wollen, ist kaum möglich, denn obwohl die beiden Bands musikalisch ungefähr in gleichen Gewässern fischen, ist die Umsetzung letzten Endes doch sehr unterschiedlich.
Hier wird Gothic geboten, der einige Gangarten schneller und um ein paar Gitarren bereichert entsprechend härter ist, als man es normalerweise von den schwarz gekleideten Herrschaften gewohnt ist. Der erste Song "The Coven (The Witch In Me Part II)", zweiter Teil einer Trilogie, die auf dem Debütalbum "When Lust Evokes The Curse" begann, erschafft die dunkle und unheilverkündende Atmosphäre, die sich durch das ganze Album zieht. Frontfrau Nienke trägt die Songs dabei glücklicherweise nicht ganz so affektiert dramatisch vor, wie es sich bei ihren Kolleginnen eingebürgert hat. Zeitweilig unterstützt von Bassist und Gelegenheitssänger Meindert Sterk, ergibt das gesangliche Zusammenspiel ein durchaus stimmiges Bild, das sich perfekt in die instrumental erzeugte Atmosphäre einfügt. Etwas lichter und weniger depressiv kommt "Gospels In Dusk (The Witch In Me Part III)" daher, dem mit "Gallery Of Reality" aber gleich der nächste Hammer folgt. Doch auch wenn Autumn das hohe Tempo nicht durchgehend halten können und wollen, haben sie mit "Summer"s End" ein nachdrückliches Statement abgeliefert, dem nicht so leicht zu widersprechen ist.

[Marlena]

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http://www.autumn.nu

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