Bo Flower im Interview

„… schmeiß dein Handy raus!“

published: 14.08.2005

Ihm stinkt das Klingeltongeschäft gewaltig - Bo Flower (Foto: Public Address) Ihm stinkt das Klingeltongeschäft gewaltig - Bo Flower (Foto: Public Address)

Chris Martin verzweifelte, weil ihm und seiner Band Coldplay ein verrückter Klingetonfrosch die Pole-Position der Singlecharts streitig machte und auch viele Normalo-Fernsehzuschauer sind von den ständigen Unterbrechungen durch Klingelton-Werbungen mehr als angefressen. Doch anstatt sich seinem Schicksal zu ergeben, machte der Hamburger Musikstudent Bo Flower aus der Not eine Tugend. Er schrieb den HipHop-Track „Tötet Sw***ty“, in dem er mit aufdringlichem „Gebimmel im Abo“ in Jugendsendungen abrechnet.

„Welche Drogen verteilt ihr bei ‚Top Of The Pop’, dass die Leute abdrehen wie der bekloppte Frosch“?, heißt es beispielsweise in dem satirischen Stück, das Bo Flower auf seiner Homepage zum Download anbot. Und da staunte der 23-Jährige nicht schlecht, als kurze Zeit später eine große Klingeltonfirma bei ihm anrief. Nicht, um ihm rechtliche Schritte anzudrohen, wie man vermuten würde. Die Herren besaßen die Dreistigkeit, sich um die Rechte an der Klingeltonvermarktung von „Tötet Sw***ty“ zu bemühen. Das kam aber für Bo Flower überhaupt nicht in die Tüte. Und er ist sich sicher: Nicht einmal für eine Million Euro würde er seine Single als Handygedudel freigeben.

Doch als CD ist der Track mittlerweile erhältlich und Hitpotential hat er auch. Vielleicht müssen Colpdlay ihre Chartplatzierung bald nicht gegen einen Frosch, sondern einen 23-jährigen kreativen Hamburger verteidigen ...



[Heike]

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