Akon im Interview

Jede Menge „Trouble“

published: 06.08.2005

Böser Bube mit weichem Kern – Akon (Foto: Public Address) Böser Bube mit weichem Kern – Akon (Foto: Public Address)

Nachdem der aus dem Senegal stammende Akon Probleme in der Schule und auf den Straßen seiner neuen Heimat New Jersey hatte, war es die Liebe zur Musik, die ihn aus den Tiefen krimineller Energien rettete. Zuerst interessierte sich der Sohn des legendären Percussionisten und Jazzers Mor Thiam für die Musik seines Vaters, bevor ihn Combos wie Salt-n-Pepa zum HipHop brachten. Dieser Einfluss ist auch auf dem aktuellen Album „Trouble“ zu spüren – hier gibt es klassische "Kopfnicker-Hooks" und aussagekräftige Textpassagen: "Don't tempt me cause I'm close to the edge - I am trying not to loose my head" ("Journey"). So emotional geht es auch auf dem Rest des Albums weiter. Akon, der mit bürgerlichem Namen Aliaune Thiam heißt, verarbeitet in seinen Songs hauptsächlich das Auf und Ab seines Lebens, wie die bereits erwähnten Probleme mit dem Schulsystem, abgesessene Gefängnisstrafen und schmerzhafte Erfahrungen im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Akon erklärt die Seele seines Albums so: „’Trouble’ ist das Ergebnis der Widerstände, die ich in meinem Leben zu überwinden hatte - aber auch der Dinge die ich tun musste um Fehler wieder gut zu machen!“

Während es sich mit seiner Vergangenheit auseinander setzt, singt Akon hoch, jault oder schmalzt aber nicht dabei. Vielmehr scheint seine Simme erfüllt von schöner Traurigkeit und Tragik, ohne dramatisch zu klingen. Deshalb bleibt das Album auch ohne Höhepunkt, reißt nicht zwingend vom Hocker auf die Tanzfläche, ist dafür aber bestimmt ein guter Begleiter auf jeder Autofahrt.

Einzig ein wenig störend ist der Versuch, durch den Gebrauch der sonst in Rap und HipHop so geläufigen Fäkalsprache ("Trouble") und mit Hilfe der Sounds von ratternden Gefängnisgittern ("Locked Up") oder Schüssen ("Gangsta"), den gefährlichen Gangsta-Rapper abzugeben. Glücklicherweise zeigt Akon mit Songs wie „Bananza (Belly Dance)“ und der Single "Lonely" seine andere Seite: Der verführerisch sinnliche Beat gepaart mit dem Gesang macht gute Laune. In "Ghetto" wagt Akon Neues bei Gesang und Rythmus.



[Shila]

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