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John Legend

Männliches Pendant zu Alicia Keys?

published: 29.08.2005

John Legend (Foto: Public Address) John Legend (Foto: Public Address)

„Bescheidenheit ist eine Tugend…“ von der John Legend nicht viel hält. Oder was soll man von einem Newcomer halten, der sich mithilfe seines Künstlernamens zur Legende macht? Nun, ganz so selbstverliebt ist Mr. Legend alias John Stephens doch nicht, wie er aufklärt. „Ein Freund von mir hat mich auf der Uni singen hören und meinte ‚Hey, du klingst wie eine dieser Soul-Legenden’, von da an hatte ich den Spitznamen Legend und irgendwann habe ich ihn einfach übernommen’“, relativiert der Amerikaner seinen ihm vorauseilenden Ruf.

Dennoch: Dass John Legend das Zeug zum Weltstar hat, ist kaum zu bestreiten. Bereits bei der Single „Everything Is Everything“ von Lauryn Hill hatte der ausgebildete Klavierspieler seine Finger als Studiomusiker im Spiel und nachdem ihm 2002 sein Mitbewohner mit dessen Cousin Kanye West bekannt gemacht hatte, begann eine äußerst fruchtbare Zusammenarbeit. „Kanye lieferte die Ideen und Arrangements für soulige Instrumentals und ich konnte mich mit meinem Piano-Spiel und den Vocals einbringen“, so Legend. Doch war es Kanye, der das Sagen. John wirkt vorerst lediglich bei Produktionen seines Kumpels mit – jedoch waren diese so hochkarätig, dass er die Chance hatte, mit den besten des Business zusammen zu arbeiten. So war er bei „You Don't Know My Name“ von Alicia Keys zu hören und agierte bei „The Boogie That B“ von den Black Eyed Peas als Sänger und Co-Writer, spielte bei Jay-Zs „Encore“ und „Lucifer“ Klavier und begleitete Stars wie Eve oder Britney Spears auf Tour.

2005 ist die Zeit des Supports jedoch vorbei. Der mittlerweile 28-Jährige veröffentlicht sein Soloalbum "Get Lifted" und begeistert mit einer Mischung aus modernen HipHop-Beats und einer Hommage an legendäre Soul- und R'n'B-Musiker, wie Marvin Gaye oder Curtis Mayfield. John Legend schafft es, mit eingängigen, harmonischen Arrangements und eindringlichen Texten zwischen Ironie und Ernsthaftigkeit zu überzeugen, ohne oberflächlich zu wirken. Er ist eine dankbare Abwechslung im Klischee-beladenen Soul-Zirkus und hat noch nicht einmal ein Problem, als männliches Pendant von Alicia Keys bezeichnet zu werden. „Ich liebe ihre Musik, deshalb ist der Vergleich sehr schmeichelnd. Allerdings arbeite ich daran, dass sie eines Tage mit mir verglichen wird“, so John Legend grinsend. Dann hätte er das mit der Legende auch geschafft…

[Olivia]

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www.johnlegend.com

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