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DVD-Tipp

T.Rex - "Born to Boogie"

published: 05.09.2005

T.Rex - "Born to Boogie"  (Foto: Sanctuary) T.Rex - "Born to Boogie" (Foto: Sanctuary)

Beim Eurovision Song Contest in diesem Jahr war der Glam Rock der Norweger Wik Wam ganz weit vorne. Doch was bei einem ehemaligen Schlager-Wettbewerb vielleicht trotz hohen Unterhaltungsfaktors fehl am Platze schien, war in den Siebzigern ein Lebensgefühl, dessen Gallionsfigur viel mehr darstellte als einen Glitzer-Star mit langer Mähne: Marc Bolan war der musikalische Held seiner Zeit. Der Brite landete 1970 mit seiner Band Tyrannosaurus Rex (später einfach T.Rex) und dem psychedelischen Song "Ride A White Swan" den ersten großen Hit. Bemerkenswerten Anteil an diesem Erfolg hatte neben Bolan der Erfolgsproduzent Tony Visconti. Gemeinsam tüftelten die beiden am markanten T.Rex-Sound, bei dem immer nur eines sicher war: das man nicht vorhersagen konnte, was als nächstes kommen würde. „Marc war ein unglaublich talentierter junger Mann – er liebte es, zu experimentieren und an seine Grenzen zu gelangen“, so Visconti über den dunklen Lockenkopf. „Er war ein Visionär.“

Mit der aktuellen Doppel-DVD "Born To Boogie" haben Tony Visconti und Marcs Sohn Rolan Bolan dem T.Rex-Frontmann nun ein Denkmal gesetzt, dass Bolans Live-Qualitäten und seinen Status als Glam-Rock-Ikone manifestiert. Mehr als fünf Stunden Material bietet der Bild- und Tonträger, der unter anderem das T.Rex-Konzert im Londoner Empire Pool/Wembley vom 18. März 1972 zeigt und eindrucksvoll dokumentiert, wie Bolan und seine Band auf dem Zenit ihres Erfolges von fanatischen Fans gefeiert wurden – und warum Songs wie "Get It On" und "Cosmic Dancer" das Lebensgefühl einer ganzen Generation auszudrücken schienen.Zwar gab es über dieses Phänomen bereits einen gleichnamigen Kinofilm, "Born To Boogie", der war aber nach seiner Video-Veröffentlichung Anfang der Neunziger in der Versenkung verschwunden – ist aber auch auf dieser Monster-DVD enthalten, die stilistisch an die schrägen Beatles-Werke "Help" und "A Hard Day's Night" erinnert. Kein Wunder, war Ringo Starr, Drummer der Fab Four, damals Regisseur der Doku. Doch nicht nur er, auch Elton John ist auf dieser DVD zu sehen – so jung und schlank, wie wir ihn uns heute kaum noch vorstellen können.

Zu verdanken haben wir diese einmalige Marc-Bolan- und T.Rex-Doku vor allem zwei Menschen: Marcs einzigem Sohn Rolan und dem Produzenten Tony Visconti. Letzterer hat das Remastering der hier verwendeten Aufnahmen besorgt, dazu etliches aus den Archiven hervorgekramt: eine 47-minütige Dokumentation, Studio-Outtakes und bisher unveröffentlichtes Live-Material von T.Rex. Rolan Bolan zeichnet für viele Interviews mit Zeitgenossen seines Vaters verantwortlich und bringt die message der DVD auf den Punk: „Mein Vater starb, als ich nicht einmal zwei Jahre alt war. Die Arbeit an dieser DVD hat mir geholfen, ihn besser zu verstehen und ihn als Künstler kennen zu lernen. Er hat so viel bewegt und Menschen inspiriert. Ich glaube, das machen wir mit dieser DVD deutlich. Mein Vater ist ein wichtiger Bestandteil unserer musikalischen Entwicklung und wird für immer Teil der Musikszene bleiben“, so Rolan.

[Sonja]

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